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Inauguraldissertation gewesen zu seyn, und enthält den merkwürdige»
Fall einer Verwachsung der Gedärme. —Decnlica pict«rum,eb. 1745,
hat jetzt noch immer classischen Werth, gehört überhaupt unrer seine
bessern Schriften. — He de^Iulitione v. de^Iutitarum in cavum d^.
»censu impedito, eb. 1750. ^— Nuaesliones super metnod
landi vÄii^las. Wien, 1757. — l^ettres t«, un de ses ainis au
de la lettre de I'issot. 5 ltirxel, eb. 1758. — KeüNation de
lation, eb. 1759. — ^d dralles epistnlam apnlo^encain resp
eb. 1764. Aus den letztern 4 Schriften siebt man seine Feindschaft
gegen Neuerung; alle sind gegen die Einimpfung der natürlichen Blat-
tern als Schutzmittel gerichtet, und greifen vorzüglich Tissot, de la
Condamine, Tra l les u»d Bordeu an, und es trifft ihn hier der
gegründete Vorwurf, das; er die Ausbreitung der Pockenimpfung in
Osterreich mächtig und viele Jahre lang verhindert habe. — liatio ine-
6endi in nosocurnio praclicn, HUi»d i» ßiatiain medicinae stu-
diosoruin candidit Maria I^neresia. I. —15. Th. UNd (ünntinuatio
1. —3. Th. Wien, 1758 — 79. Ein Werk, das ihm seine Unsterblich-
keit sichert, voll trefflicher Erfahrungen, seltener Beobachtungen,, nütz-
licher Versuche mit Arzneymitteln und aufklärender Leichenöffnungen.—
'lties. paln. de naernurrnaiciibus. Wien, 1759. —^l^s . 5M. le-
drium, eb. ,l76N, worin er eine sehr gute fast classische Beschreibung
des Scharlachfiebers liefert. — Diüicultate« circa modernoruin 5v5l.
de sensibilitate et irritakilitate curp. num. eb. 176l, uud Vincüciae
dilsicultaturn etc. eb. 1762, sind beydes Sireitschriften gegen Hal-
ler's Empfindlichkeit und Reizbarkeit der Theile, die er noch in seine» I^aliu
inedendi fortgesetzt hat. H.war einer der heftigsten Gegner H aller's,
bekämpfte ihn aber nie mit philosophischen Gegengründen, sondern blos;
>nit Autoritäten, weßhalb er auch nichcs ausrichtete und sogar später selbst
H aller's große Verdienste anerkannte. — Npiswia de (^icuta, Wien
1765, ebenfalls Streitschrift gegen Störk , worin jedoch das Recht
auf H.'s Seite blieb, wie auch spätere Versuche noch bewiestn haben.—
ve magia. Wien 1774 , und de iniraculi«. Franks'. 1776. Eine
ziemlich vollständigeAusgabe seiner Werke besorgte Didot zuParisi»
11 Bdn. 1761—74. Schosulan veranstaltete einen Auszug des
Bessern daraus. Wien, 1778. Wasserberg widmete sich der Her-
ausgabe seiner praelect. in Loernavii inztitut. patnol. 1. — 5. Bd.
Wien, 178N—82, und Eyerel, der seinern?ch ungedrucktenWerke.
2 Bde. Wien, 1795.
Haenke, Chadd.,rühmlich bekannterNaturforscherundNeisender war
geboren den 5. Oct. 1761 zu Kreib iz in Böhmen. Von seinem Oheim,
dem Pfarrer Eschler zu Robitz, erhielt er nicht nur den ersten Iu-
qendunterricht, sondern er wurde von ihm mit dankbarem Erfolge zu
den höheren Studien vorbereitet, so das; er die Hochschule in Prag be-
ziehen konnte. — In Prag fand H. in dem Hause des Arztes Doclor
I. Meyer die freundschaftlichste Aufnahme und Belehrung, und später,
als er eine Wohnung bey dem Professor I. G. Mikan bezog, gründ-
lichen Unterricht in der Pflanzenkunde. — Nachdem H. 1782 dieWürde
eines Doctors dcr Philosophie erlangt, und seine ärztlichen Studien i»
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie