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482 H a I l e i n.
ches an der Universität zu Prag angestellt wurde. — Was H. fürPhiM
und Astronomie in Brunn und Prag that, davon wird sich jeder über-
zeugen, welcher die dortigen k. l. physikalischen Apparate in Augenschein
nimmt, und worüber Bode's astronom. Jahrbuch, Schumacher's
astronom. Nachrichten (Altona 1823 — 32), die Mailander Ephemer,-
den :c. das Nähere enthalten. 1832, in welchem Jahre H. an der Hochschule
zu Prag dieWürdedesRectorMagnisicus bekleidete, ward er als Regie-
ruugsrath und Referent bey der Studien-Hoscommission nach Nie»
berufen und 1833 auch an hiesiger Universität mit der Nectorswürde
beehrt. Von seinen Schriften sind vorzüglich bemerkenswert!): Elemente
der Naturlehre, Brunn 1812. — 1^'inenla eclip5ium, yuas püii»
lur te!!u8, luna eain inter et »ulem vergante ai» 2i<nu 1816 u«n.ll<^ä.
1860, Prag, 1816, mit Kupf. (Aus Anlas; dieses Werkes erhielt derVerf.
1817 von dem Könige von Dänemark die große goldene Verdienstme-
daille.)— Versuch einer geschichtl. Darstellung dessen, was an der Uni-
versität zu Prag in der Experimentalphysik gearbeitet wurde, welches
das Entstehen, der Fortgang und die Aufnahme des k. k. physikalischen
Museums gewesen lt. eb. 1818. — <ü«»Iculu5 eclipsiz zolis nbservgwe
die 19- ^«v. 1816, cui accedunl, elemenla eclip5iuin, l^ uas p2ti-
tui' tellulj, luna eam intel et !><ilein vel«2nte »l? anno 1861 «5«.
ad a. 1900 :c. eb. 1820, mitKupf.— Handbuch der Naturlchre,3Bde.
eb. 1824—25. —Sammlung der vom 8. May 1817 bis 3I.Dec. 1827
im t. k. Convictgebaude zu Prag angestellten astronom. Meteorolog, und
physischen Beobachtungen, eb. 1830. (Für die Dedication dieses Wertes
erhielt der Verf. vom Kaiser Franz I. 1830 eine geschmackrolle goldene
Dose.) Mehrere durch denDruck bekannt gemachte geogr.Orttbesiimnunigen
in Böhmen zeugen nicht minder von dem unermüdlichen Fleiße dieses Ge-
lehrte», so wie seine sonstigen Aufsätze in Bode's astronom. Jahrbuch,
in den Abhandlungen der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften,
seine akademischen Reden lc.
Hallein, oberösterr. Stadt im SalzburgerKreise am FlusseSalz-
ach und am Fuße 5es salzreichen Thürnberges, hat 5,600 Einw., die
sich großencheils von den Arbeiten bey dem Salzbergwerk und bey dc»
Pfannen, von der Strumpfstrickerey, der Weberei) ic. ernähren; auch
besteht hier eine chemische Waarenfabrit, eine Stecknadelfabrik und ein
Soolenbad. Seheniwerth sind die Wasserfälle des Bcrgbachs u»d des
Adler- oder Riesenbachs. Man benutzt zum Bade» auch eine muriatische
Schwefelquelle. Auf dem Thürnberge sieht eine schone, ganz aus spie-
gelglattem rothen Marmor erbaute Wallfahrtskirche. Die Stadt zählt
5 Kirchen; die Pfarrkirche hat ein schönes Altarblatt vcn Nesseltha-
ler aufzuweisen. In H. sind 4 Salzpfannen, wovon aber »ur 2 be-
trieben werden. Das Erzeugnißcniainum beträgt 300,000 Ctr. Salz.
264,000 Ctr. werden zum currenten Preise an Bayern überlassen. Der
Salzberg hält 1,100 Bergklafter in der Länge, 500 in derBrcite, und
200 in der Tiefe; man findet in ihm Spuren uralten Baues. Die be»o-
thige»de Eoole von mehr als 4 Mill. Eimern wird aus dem Thürnber-
ge in großen Fichtenröhren zu den Salzpfannen geleitet.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie