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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Volume 2
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502 Hantschi. — Hardegg, das Geschlecht. daszum Studium deralten Numismatik äußerst nützlicheWerk: E> lione» laciles de nummis veteruin pro tironibns, 6 Bde. Nürnb. und Wien 1735—56. Hantschl, Ios., Professor der höheren Mathematik am polytech- nischen Institut zu Wien, war 1769 zu Zwickau in Böhmen gebo- ren. Er studirte als Sängerknabe an der Metropolitankirche zu St. Vei t in Prag, am dortigen Kleinseitner Gymnasium. Mathematik hörte er unter Wydra und Gerstner. Empfohlen vom Hofrath Zip- pe kam er als Erzieher nach Wien, wo er den Rechtswissenschaften sich widmete. 1792—94 diente er als Gehülfe, von da bis 1802 als provi- sorischer Lehrer der Rechnenkunst an der k. k. Realschule. In diesem Jahre definitiv angestellt, versah er das erwähnte Fach bis zur Eröffnung des polytechnischen Institutes, an dem er nun seit 18 !5 die höhere Mathe- sis vortrug. Aber nicht in dieser Wissenschaft allein, deren weitgreifenden Umfang, Höhe uud Tiefe er erspähte, war er ausgezeichnet, sein durch- dringender Geist hat sich auch in andern Kreisen menschlicher Forschun- gen ausgebreitet. Dem Nützlichen waren seine Bestrebungen zugewandt und die Schätze seiner Kenntnisse eine Fundgrube für Alle, die in seine Nähe kamen, freundlich geöffnet. Er verstand im hohen Grade die segensvolle Kunst, die Ergebnisse der Wissenschaft für das Leben brauch- bar zu machen und die nicht geringe, Jünglinge für die Bahn des Ge- schäftslebens trefflich vorzubereiten. Durch ihn gelangte das gesammce kaufmännische Rechnungswesen zu einer nie gekannten Vollkommenheit. Im Drucke erschienen von ihm: Nelkenbrecher's Taschenbuch der Münz-, Maß- und Gewichtskunde, umgearbeitet nach dem Wiener Fuß, Wien 1809. — Logarithmisch-trigonometrisches Handbuch, 2. Aufl. eb. 1833. Er starb den 2. Iuny 1826. Hardegg, niederösterr. Stadtchen im V. O. M. B. mit lM Einw., liegc in einem rings geschlossenen Gebirgskessel ungemein reizend zwischen Gärten, am Einflüsse des Fuggnitzbaches in die Thaya. Die uralte Pfarrkirche, die Ruine des alten Stammschlosses der Grafen von Hardegg mit Wartthürmen und Ringmauern (in dessen Hintergründe dunkle Nadelwälder), die Mühle am Eiugange des Städtchens mit einer großen Wehre verschönern die Landschaft ungemein. H. liefert jährlich über 800 Stück gemeine Tücher, hat eine Pulvermühle und Salpeter- Plantage. Hardegg, das Geschlecht, dessen Stammgut die prächtige Burg Hardegg, in den ältesten Z,?iten zu den Erbgütern der mächtigen Gra- fen von Pleyen sPlain), im Salzburgischen gehörte. I^ eupc)I<iu5 (^omes de Hal-deklc, vermuthlich Le u t o ld'sl l l . von Pleyen Sohn, erscheint in der Gesellschaft seines Bruders, des GrafenH einri cus de Plagen, inUrkunden von 1163, 1169, 1170, 117^,1178,1183,1189 und 1192. Leupold starb vor 1200; von seinen Söhnen wurde der eine, Oebhard, spätestens 122 l, Bischof zu Passau (st. 1232), der an- dere , Leutold V., Graf von H. und Pleyen,.'unternahm eine gewaffnete Pilgerfahrt nach dem gelobten Lande, verlor vor Damiette em Auge, starb auf der Heimkehr zu Treviso, 1219. P la in und ?')?i ttersil s, so viel er daran besessen, nahm der Herzog von Bayern
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Volume 2
Title
Österreichische National-Enzyklopädie
Subtitle
Buchstabe E-H
Volume
2
Authors
Franz Gräffer
Johann Czikann
Publisher
H. Strauß
Location
Wien
Date
1835
Language
German
License
PD
Size
13.3 x 22.0 cm
Pages
696
Keywords
Nachschlagewerk, Biografien
Categories
Lexika National-Enzyklopädie
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