Page - 532 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Volume 2
Image of the Page - 532 -
Text of the Page - 532 -
532 Hcdn ig. — Hegya l l j a .
in der Donan. Der Ort hat seinen Nahmen von dem Grafen Hebrich
von Homburg, dessen Nachkomme»» lange in Ungarn blühten.
Hedwig, Job., Professor der Botanik zu Leipzig, wargebo«
ren l?3l) zu Kronstadt in Siebenbürgen. Nach gehöriger Vorbildung
daselbst, studirte er zu Leipzig seine Lieblingswissenschaften:Botanik
und Medicin und belam'daselbsi den damahls berühmten B o se'schen Gar.
ten zur Aufsicht. Dann practicirte H. in Chein nitz, l?86 wurde er
zu> Leipzig außerordentlicher Professor der Medicin, 1789 aber Pro-
fessor der Botanik, bey welchem Studium besonders Untersuchung der
Gräser und Kryptogamen seine Lieblingsbeschäftigung war. H. starb zu
Leipzig 1799. Seine vorzüglichsten Schriften sind: Fundainentum
nistoi-iae nat. inuscoruin lrondosoi-um, 2 Bde. Leipz. 1782—82.
Aenerationis et si-uotillcationis plantai-uln crvptoLanii
Petersburg 1784; 2. Aufl. Leipz. 1798. —
. (latein. und deutsch), 4 Bde. Leipz. 1784—95.
Heer, Rustenus, ein gelehrter Benedictiner, geborenzuKling»
nau in der Schweiz 1715, studirte zu St . Blasien im Schwarz»
walde, wo er auch 1733 in den Benedictiner - Orden trat. Mit seinen
geistesverwandten Mitbrüdern, den beyden verdienstvollen, durch ihre
archivar. undpragmat.Werke berühmten GelehrtenMarquardHerr-
gott und Mar t in Gerbert unterhielt er die innigste Freundschaft.
Gegenseitig ermunterte sich dieses Trio zu treuem Beharren in der
Geschichtsforschung, und jeder von ihnen evhob sich in der Folge zum
scharfsichtigen Kenner der Geschichte des Mittelalters. H. wurde Biblio«'
thekar und Director des Münzcabinets. Bey seiner literarischen Thätig»
keit gaben ihm diese Stellen Anlaß, durch Bekanntmachung alterSchrif»
ten und Urkunden, ehemahls bestandener und noch jetzt blühender Schwel'
zer« und Reichskloster seinen Nahmen ruhmvoll auf die Nachwelt zu brin«
gen. Zum Drucke beförderte er: Nuininuineca ^ustl'iae, 1752. —>
Libliotneca ^ustriae, 1768—73; und Anonymus Nurensis d<.»nu-
datus et, ad locurn »uurn i-estitutus, 1755. In letzterem ??erke hatte
er mit vieler Gelehrsamkeit und historischem Tiefblick sich bemüht, den
Ursprung des Hauses Osterreich entgegen den ^ctis ÜVIurensibus auf«
zuklären, darüber in der Folge von M u r y und S t. B las ien Vieles
geschrieben wurde. Von vielen Arbeiten erschöpft starb der bescheidene
und in seinem Umgänge angenehme Mann 1769 zu F reyburg im
Breisgau.
Hegyall ja (Untergebirge). Diesen Nahmen führt das im gemei«
»>en Leben, besonders von den Ausländern sogenannte Tokayer Weinge»
birge in der Zempliner Gespanschaft in Oberungarn dießseits der Theiß,
welches einen Flacheninhalt von 4—5 Q. Meilen einnimmt, und den
berühmten Tokayer Wein liefert. Es gehören zu demselben außer den
Weinbergen von Tokay auch die Weinberge der Marktflecken und Dör»
fer: T a r c z a l , T a l y a , M ä d , K e r e s z t u r , Zombor , T«<
>csva, Benye, Liszka, Säros-Patak , Szerencs , Monok,
O l a s z i , T o r o n y a , Kövesd, B a r i , O n d , Rä tka u. s. w.
Auf den Weinbergen des Marktfleckens Tokay wächst nicht einmahl ein
so trefflicher Wein, als auf den Weinbergen von T a r c z a l , Tä lpa
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie