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Hildenbrand, valent. Ioh. tLdler v. 583
leclianiliu» »dcommudavit silius, Wien 1822; der 2. und 1825 b»r
4. Band desselben Werkes, womit die Pyretologie geschloffen ist. Schon
1820 schickte er sein nosologisches System in 5 Tabellen voraus, welche
in P a v i a gedruckt wurden. Der I.Baud seiner ^nnales sckolae m«-
dicae i'icinensis trat 1826 ans Licht, und ihm folgte 183U der 2.Band.
Als Beweis der guten Aufnahme seiner wenigen titerarischzn Leistungen
können nebst so /nancher ehrenvollen Recension, die Ehrendiplome gelten,
womit die niederrheinische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (1822),
die kaiserl. Carolinisch-LeopoldinischeAtademie der Naturforscher(1823),
die königl. medicinisch-chirurgischeAkademie zu Neapel (1825), die
lömgl. Akademie der Wissenschaften zu Turin (1829) , die königl. ge»
lehrte medicinisch-chirurgische Gesellschaft zu Berl in (1830) ihn zu ih»
rem correspondirenden Mitgliede ernannten. Am Schlüsse seiner Lauf-
bahn in Pavia für das Schuljahr 1829—30 ward er durch eine Stim«
menmehrheit von 26 als Rector Magnificus erwählt, eine Ehre, die an
jener hohen Schule bis dahin noch keinem Deutschen zu Theil ward.
1830 erhielt er die Lehrkanzel der medicinischen Klinik für Ärzte an der
Wiener hohen schule. Seine literarischen Leistungen während seines seit«
herigen Aufenthaltes inWien sind: ^niniadversiunes in cunlttitutio-
nein stationariam, Wien 1831. — Inztitutione« practico-inedi-
cae, ?yretoloziam coinplsctentes. 2. vermehrte Ausgabe, 2 Thle. eb.
1833. — Analecten für die practische Heilkunde (in den medicinischen
Jahrbüchern). Neuerdings haben ihn die Peloritanische Akademie zu
Messina (1830), die Gesellschaft für Natur, und Heilkunde in Dres-
den (1833), der Verein schwedischer Ärzte zu Stockholm (1833),
die königl. botanische Gesellschaft zu Regensburg (1835), die k. k.
Akademie der Wissenschaften und Künste zu Padua (1835), und die
königl. Akademie zu Paris (1835), theils zum Ehren-, theils zum
correspondirenden Mitgliede ernannt. 1831 (im Aug.) erhielt und er«
füllle er auf das entsprechendste den Auftrag, in Wien 16 Choleraspitä»
ler zu errichten, zu organisiren und zu leiten. Die wenigen Stunden
seiner Muße widmete er der Botauik, womit sich sogleich der Plan ver-
band, eine vollständige Flechten-Flora des österr. Kaiserstaates (I^iclie-
lwAl-apkia Imperii ^ustr.) in naturgetreuen von einer Künstlerhand
verfertigten Abbildungen zu Stande zu bringen. Der Herausgabe dieses
mit unsäglicher Mühe und bedeutendem Kostenaufwands verbundenen
Nationalwerkes dürfte jedoch, obwohl schon viel Material« beysammen
ist, erst in einigen Iahrett entgegenzusehen seyn.
Hildenbrand, valent. Johann iLdler von, (Vater des
Vorigen) Doctor der Medicin, k. k. Regierungsrath, öffentlicher Pro-
fessor der practischen Heilkunde an der Universität zu Wien, Director
des allgemeinen Kranken- und Findelhauses, dann der polizeybezirksarzt-
lichen Anstalten daselbst , Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften,
war geboren zu Wien den 8. Apr. 1763. Seine erste Erziehung erhielt
H. im Hause seines Vaters, Anton v.H., Professors der Philosophie,
Geschichte und Geographie bey den kaiserl. Edelknaben, später Professor
der Naturgeschichte in Lemb erg, eines sehr verdienten Mannes, wel-
cher 1794 zur Belohnung seiner ausgezeichneten Verwendung in den
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie