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630 H o h l e r. — H o l b e i n
Pferden und leistete sowohl in den verhängnisivollen Schlachten bey
Äben s berg und Regensburg, als auch besonders bey dem Siege
von Aspern d:'e wichtigsten Dieirste, er warf den 22. May die bey
Enzersdo.rf stehende feindliche Linie zurück und stürmte das Dorf mit
ausdauernder Tapferkeit, obwohl leider oyneErfolg. 16I3und I8I4fochc
H. neuerdings mit Auszeichnung in der österr. Armee gegen Frankreich.
Für seine vielenVerdienste ertyeilteihm KaiserFranz den Orden desgolde-
nen Vliesies und das Indigenat in Ungarn. 1825 wurde er zum Präsidew
ten des YofkriegsratheS ernannt und machte seine hohe Stellung durch
strenge Reglements, Uniformirung, Haltung :c. betreffend, mehrere
Mahle geltend. Früher war er commandirender General in Illyrien,
St^yermark und Tyrol. 1826 feyerte er sein Dienstjubiläum. 1830 ent-
hob ihn der Kaiser durch ein Handbillet vom 18. Sept. d. I. mit den
gnädigsten Ausdrücken den für sein vorgerücktes Alter beschwerlichen Amts-
leistungen eines Prusidenten des Hofkriegsrathes und ernannte ihn vom
Genc-r^ sc-n der Caoallerie zum Feldmarfchall.
Hohler, lkmerich Thomas, fürstl. Schwarz enberg'scherRath
und Bibliothekar, Secretar des allgemeinen Pensions-Institutes für
Witwen und Waisen in Wien und correspondirendes Mitglied der Aka-
demle der Wissenschaften und Künste zu Padua, ist geb. den 26. Dec.
1781 zu Schrickowitz in Böhmen. Den Schulunterricht erhielt er im
nahen Stifte Tepel, 1795 bezog er die Universität zu P rag. Nach
seinem, mit vieler Auszeichnung vollendeten Studium kam H. 18N7
nach Wien, widmete sich daselbst eifrig dem Studium der polit. Wis-
senschaften und wurde 1809 im fürstl. Schw a rz enb erg'schen Majo-
ratshause als Lehrer angestellt, wo er 3 junge Fürsten und 6 Fürstin»
nen von verschiedenem Alter mit dem besten Erfolge unterrichtete. Diesem
ehrenvollem Geschäfte widmete sich H. bis 1825, mittlerweile hatte er
sich auch viel mit Literatur beschäftigt und selbst als Schriftsteller Be-
trächtliches geleistet. 1823 erhielt er schon die Stelle eines fürstl. Haus-
bibliothekars mit dem Rathstitel, besonders thätig bewies er sich auch
bey der Gründung des Witwen- und Waiseninstitutes, dessen bisheriger
S^ecretär er ist. Seine vorzüglichsten im Drucke erschienenen Werke sind:
Übersicht der allgemeinen Weltgeschichte, Wien 1818. —- Lehrbuch de-r
römischen Alterthümer für die 2. 3. und 4. Grammaticalclasse, eb. 1822.
— Grundriß der Erdbeschreibung für die 1. Orammancalclasse, eb. 1822.
— Lehrbuch der neuesten Erdbeschreibung, 4 Thle. eb. 1828. — Lehrbuch
der neuen Staatengeschichtc, 4 Thle. 1829. Letztere beyde Werke sind für die
3 letzten Grammaticalclassen und die Humanitätsclasse der k. k. Gymna-
sien bestimmt. Auch veranstaltete H. die Herausgabe einer Sammlung
lateinischer Schulclassiker mit Erklärungen, seit 1824 in Wien erschienen.
Endlich lieferte er nebst mehreren Broschüren und Gelegenheitsschrifteu
noch viele Aufsätze, poetischen, artistischen, historischen und kritischen
Inhalts in verschiedene Zeitschriften, besonders den Sammler, das Con-
versationsblatt, die Wiener Zeitschrift:c.
HolbeiN/ Franz Ig l i . v-, Theaterdirector zu Hannover, ist
qe!'or,!.'i 1779 zu Z i st e r s d o r f in Niederösterreich, er genosi eine
gure Erziehung und erhielt nach vollendeten Studien eine Anstellung bey
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie