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«34 H o l l y. — H o l z.
ch,„, 2ß9. __ Porträts, 369. — Kirchen, Grabmähler, Wapen, 306.
^— Insecten, Blumen, Conchylien, 65. — Andere Thiere, Jagden,
Fischereyen, I I I . — Münzen, Medaillen, Siegel, Gefäße u. s. w.,
50. — Verschiedene Dinge zmn weiblichen und männlichen Putz, 46.
— Titelkupfer zu Büchern, 59.
Holly, Franz And., Musikdirector bey derWäse r'schenSchauspie-
lergesellschaft zuBreslau, geboren zu B ö h m isch-L u b a 1747, studirte
anfangs in Prag bey den Jesuiten, und trat bey den Franciscanern ins No-
viziat, verließ aber bald wieder den Orden und widmete sich ganz der Musik.
Er spielte sowohl das Clavier als die Orgel, weßwegen er auch bald die
Musikdirection bey B runia n's Theater in Prag erhielt.Hierauf ging .
er nach Ber l in , wo er sich eine Zeitlang bey derKoch'schen Gesellschaft
aufhielt. Erstarb zu Breslau als Musikdirector der obenerwähnten
Gesellschaft den 4. May 1783. Für.die verschiedenen Theater, bey wel-
chen er gestanden, setzte er folgende Operetten in Musik: Der Bassa
von Tunis. — Die Jagd. — Das Gärtnermädchen. — Der Zauberer.
— Das Gespenst. — Gelegenheit macht Diebe. — Das Opfer der
Treue. — Der Patriot auf dem Lande. — Der Tempel des Schick-
sals.— Der Tempel des Friedens.— Deukalion und Pyrrha, Melo-
dram. — Der Irrwisch. — Der Waarenhändler von Smyrna. Berlin
1775. Letzteres Werthat von den Berliner Recensenten keinen Beyfall er-
halten. — Die Verwechslung. — Der lustige Schuster. Uberdieß Musi-
ken zu Hamlet, Macbeth, Hanno und zu einigen großen Balleten.
Holz, dessen Cultur und Gebrauch. In mehreren Theilen
des österreichischen Kaiserstaates, zumahl auf den Hochgebirgen, wo
noch Urwaldungen anzutreffen sind, ist die Holzmenge sehr bedeutend,
wahrend in anderengroßenStadten, besonders derHaupt-undResidenzstadt
naheliegenden, fühlbarerMangeldesselben zu erkennen ist. Noch ist indessen
beynahe der vierteTheil der ganzenOberfiäche des weitenNeichesWaldung und
der Staat sucht diesen Stand durch treffliche Einrichtungen und Anstal-
ten möglichst ungeschmälert zu erhalten, um einem künftigen Holzman-
gel vorzubeugen. Das Verhältniß des Laubholzes zum Nadelholze wird
allgemein wie 7 zu 5 angenommen, der jährliche Betrag an Brenn-und
Bauholz läßt sich jedoch nicht genau bestimmen, gewöhnlich nimmt man
ihn zwischen 20 und 30 Millionen Wiener Klafter an. — In Nieder-
österreich bilden die Waldungen einen Hauptreichthum des Landes.
Die kältern Gegenden nimmt das Nadel-, die wärmeren das Laubholz
ein. Ersteres trifft man in den Urwäldern der Alpengebirge von hohem
Alter und betrachtlicher Stärke. Es besteht meistens aus Fichten und Tan-
nen, die Weißföhre ist schon seltener, unter den härteren Nadelhölzern
wachsen in den Gebirgen um und hinter L i l ien feld die Lärchenbäume
in großer Menge, dagegen die Schwarzföhre nur im Kaumberger und
Ramsauer Forste. Die vorzüglichsten Laubhölzer sind: Die Eiche, die
Rothbuche, welche deren größte» Bestandtheil ausmacht, Weißbuchen,
Ahorn, Linden, Rüstern, Eschen, Birken lc., in den Niederungen
Pappeln, Erlen, viele Weidcnarten, die Roßkastanie :c. Südlich von
Tirn i tz beginnt der Eibenbaum, dessen Holz vorzüglich die Drechsler
benutzen. Das Land ist indessen nicht im Stande, seinen eigenen ge-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe E-H, Volume 2
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe E-H
- Volume
- 2
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 696
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie