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378 2. e c ch i. — L e d e r e r-
trefflichen persönlichen Charakters, als auch seiner Vorliebe für Kunst
und Wissenschaft wegen, die ausgezeichnetste Achtung genießt.
Lecchi, Giovanni Antonio, ausgezeichneter Mathematiker,
war geboren zu Mailand 1702, studirte daselbst und trat 1713 in den
Jesuiten-Orden. ZuVercel li undP avia lehrte er.die schönen Wissen-
schaften, dann zu Mailand Rhetorik. 1733 wurde er Professorder
Mathematik zuP avia, und starb dastlbst 1776. Im Drucke erschienen
von ihm: I'neoria lucis, Mailand 1719.— Aritkmetica universalis,
3 Bde. eb. 1752. — Elementa geometriae, 2 Bde. eb. 1752. —
De sectionibus conicis, eb. 1753. — IdrostLtica esaminata ne'
»uoi principi, estabilita nelle sue regole della misura dell' acque
correnti, eb. 1763. — Memorie idrostatioo-storicne delle opera-
2itini ese^uite nell' inalveaxione dei Reno, 2 Bde. Modena 1773.
— I'rattato de' canali navigabili, Mailand 1776.
Lech, Fluß, entspringt im Bregenzer Walde Vorarlbergs, stießt
durch den Oberinnthaler Kreis Tyrols und fällt unweit D onauwörth
in Bayern in die Donau. Von ihm hat das Lechrh al im Ehrenberger
Gericht seinen Nahmen.
Lechleitner, Ingenuin, Hofblldhauer zu Innsbruck, war
gegen Ende des 17. Iahrhuliderts zu Grins im Stanzerthale Tyrols
geboren, studirte anfangs zu Innsbruck und bildete sich dann in
Wien unter dem Bildhauer Sternetti aus. Um 1720 wurde er von
dem damahligen Gouverneur von Innsbruck zum Hofbildhauer er-
nannt; er starb daselbst um 1750. Von seinen'Arbeiten sind zu bemerken:
Die Statue des Herkules im Belvedere zu Wien, ein Crucifix und
eine Statue Johann's von Nepomuk in der St. Iohannkirche zu
Innsbruck, die Reiterstatue Herzogs Meinhard von Tyrol im
Stifte Stams, eine schone Holzstatue des heil. Sebastian zuRoth-
holz u. a. m.
Lechner, Mich., nahmhafter Verlagsbuchhändler in Wien.
L. (1785 zu Eisenstadt in Ungarn geboren) bat gezeigt, daß man
sich selbst bey den allergeringsten Mitteln durch Sparsamkeit, Fleiß
und Muth emporschwingen könne. 1325 brachte er die Harter'sche
Universitäts«Buchhandluligs-Freyheit käuflich an sich. Binnen kurzer
Zeit druckte er an 600 Bände Verlags-Artikel, und kaufte noch sonst
viel fremden Verlag an sich. Unter Letzterem sind Sp ala rt's Costume,
Schütz's Weltgeschichte und Kuffner's Artemidor, welche er fortsetzt.
Ein Theil seines frühern Verlags ist jedoch Nachdruck; dieser war da-
mahls wenigstens nicht gesetzwidrig.
Lederer, Joseph Freyherr v., k.k. Hofrath und Stadthaupt-
mann in Wien, des österr. Leopold Ordens Ritter; geb. zu Wien 1770.
Er begann seine Laufbahn 1792 bey der niederländischen Kanzley, von
welcher er aber bald zur böhmisch-österr. Hofkanzley übertrat. Nachdem
er als Kreiscommissär im V. U. W.W., als Prasidialsecretar bey der
niederosterr. Regierung und als Stadthauptmanns-Stellvertreter, Be-
weise vorzüglicher Fähigkeiten und gereifter Geschaftskenntnisse gegeben
hatte, ernannte ihn Kaiser Franz 1799 zum Kreishauptmann im
V. U. M. B. 1301 kam er zu der damahls errichteten Wohlfeilheits-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Volume 3
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe I-M
- Volume
- 3
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 768
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie