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Leon. — Lconhard, Ioh. Mi
von L. wurden 1529 die Türken von dem Pfalzgrafen Friedlich von
Bayern geschlagen.
Leon, Gottl ieb v., CustoS an der kaiserl. Hofbibliothek, war
geboren zu Wien 1757, studirte daselbst und nahm zur Zeit der auf-
strebenden österreichischen Literatur thätigen Theil daran; so gab er z.B.
eine Sammlung Gedichte, Wien 1783, dann den Wiener Musenalma-
nach, einige Jahrgänge, endlich, in Verbindung mit Ratschky,
das Taschenbuch Apollonion 1807—3 heraus. Auch erschienen in mehre-
ren'Zeitschriften Gedichte von ihm. Durch eine Reihe von Jahren war
L. Custos der Hofbibliothek und schrieb als solcher eine: Kurzgefaßte Be-
schreibung der k. k. Hofbibliothek in Wien, 1820. Ferner ließ er er-
scheinen: Rabbillische Legenden, eb. 1821. 1328 wurde L. in Ruhestand
versetzt. Er starb zuWien den 17. Sept. 1832.
Leonfelden, oberösterr. Municipal-Markt im Mühlkreise, eine
halbe Stunde von der böhmischen Gränze/ mit Ringmauern, Basteyen
und Gräben versehen.
Lednhard, Ioh . Mich., Bischof zu S t . Po l ten , vordem
General-Vicar und Weihbischof des Erzbisthums Wien , Bischof von
Ala l ia in partidus inüdelium, Domscholasticus, infulirter Prälat,
k. k. wirkl. niederösterr. Regierungs- und erzbischofi. Consistorialrath,
Referenr des Volksschulwesens bey der k. k. Studien-Hofcommission,
ist geboren den 23. August 1782 zu Grafenwör th in Niederöster-
reich. In Krems legte L. die Grammatical- und Humanitätsclassen
zurück, uud studirte sodann Philosophie und Theologie an der Universi-
tät zu Wien. 1806 empsing L. als Alumnus des erzbischöft. Seminariums
die Priesterweihe, und erhielt bald darauf die Cooperatorsstelle an der
lattdesfürstl. Pfarre Hausleuthen. 1809 wurde erSpiritual im erz-
bischöfl. Seminar zuWie n, und zugleich Levit an der Chur zu St . St e-
phan. 1310 erhielt er die landesfürstl. Pfarre Achau im V.U.W.W.
1312 berief ihn Kaiser Franz zum wirkl. Hofcaplan nach Wien,
als solcher wurde L. auch 1816 bey dem tteu errichteten höhern Bildungs-
institute für Weltpriester in W i en als Director spirituaiis angestellt, und
erhielt nach dem Tode des Weihbischofs S te in dl dessen Stelle, die er
mit vieler Auszeichnung bekleidete. Nach F ri n t's Tode wurde er Bischofzu
St . Pol ten. Seine im Druck erschienenen Werke sind: Christenlehren
zum Gebrauch bey dem kathol. Religionsunterricht der Jugend sowohl
als der Erwachsenen, 4 Thle. Wien 1816, 3. Aufl. eb. 1326. —Ver-
such eines Leitfadens bey dem kathol. Religionsunterrichte. Zunächst für die
1., 2., 3. und 4. latein. Grammaticalclasse an den k. k. österr. Gym-
nasien, :c., 2 Thle. eb. 1317. — Entwurf eines dreyfachen kathol.
Religionsunterrichtes :c., eb. 1818. — Geschichte der Entstehung und Aus-
breitung derchristl.Kirche, eb. 1318. — LebensgeschichteIesu, eb. 1318.
— Erklärung aller in dem vorgeschriebenen Evangelienbuche verkommene
den Evangelien :c., eb. 18l8. — Versuch eines Leitfadens :c. für die untern
Grammancalclasscn:c., Wien 1819. —Versuch eines Leitfadens:c für die
obern Grammaucalclassen :c., eb. 1819 — Versuch einer Religions-
geschichte des alten Bundes :c., eb. 1819. — Catechetischer Religions-
unterricht in Fragen und Antworten als Lehrbuch zu den in den österr.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Volume 3
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe I-M
- Volume
- 3
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 768
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie