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L e o p o l d - O r d e n . 413
stehen. Die Rückseite des Kreuzes, bis auf das Mittelfeld, ist wie oben
beschrieben, gestaltet. Das eben zirkelförmige Mittelfeld ist weiß mit
einem goldenen Eichenkranze umgeben, und führt zur Aufschrift den
Wahlspruch des Kaisers Leopold I I . : Opes Regum , Corda
3ubditorum. Zwischen jedem der 4 Theile des Kreuzes erscheinen 3
Eichenblatter,mit Elchenfrüchten, welche sich gegen die beyden Außensei-
ten neigen. Über dem Kreuze schwebt als Schleifring die österr. Kaiser-
krone. Die Grosikrenze tragen das Ordenszeichen an einem rothen mit
weißen Randstreifen versehenen Bande von der rechten Schulter nach
der linken Seite gegen das Schwert zu, herabhängend. Die Großkreu-
ze tragen nebstdem einen achteckigten silbergestickten Stern auf der
Brust, in dessen Mitte das oben beschriebene Ordenskreuz, worin sich
die verschlungenen Buchstaben F. I. A. und die Worte Integrität»
et Nerito befinden, enthalten ist. Bey Ordensfeyerlichkeiten tragen
die Oroßkreuze daHOrdenskreuz an einer goldenen Kette um den Hals,
auf der Brust. In der goldenen Ordenskette kommen zuerst die Buchsta-
ben ?. und L. (I'rgnciscus Leopoldus) verschlungen vor, über diesen
befindet sich die österr. Kaiserkrone, dann folgt ein Eichenkranz, hierauf
abermahls obige verschlungene Buchstaben, und so ferner bis zum Schlüsse.
Das von den Gcoßkreuzen nur der Große nach verschiedene Ordenskreuz
tragen die Commandeurs an einem 2 Zoll breiten, rothen, mit weißen
Randstreifen versehenen Bande an der Außenseite nm den Hals auf der
Brust. Die Ritter tragen das etwas kleinere Ordenskreuz an einem 9
Linien breiten, rothen mit weißen Streifen geränderten Bande auf der
linken Brust im Knopfloche, oder in einer Schlinge. Das Ordenszei-
chen des Herolds und der übrigen Ordenebeamten, um welches der Wahl-
spruch: Opes Regum, Corda 3u1)ditorum läuft, ist in einer gro-
ßen goldenen Medaille eingeschlossen. Sie tragen selbes an einem 9 Li-
nien breiten, rothen und weißgeranderten Ordensbande, welches oben
durch die österr. Kaiserkrone zusammengehalten wird, um den Hals. 9)
Kein Ritter darf sein Ordenszeichen ohne besondere Bewilligung des
Großmeisters mit Edelsteinen verzieren lassen. Hingegen ist ihm
10) gestattet , sein Geschlechttwapen mit dem Ordenszeichen zu
verzieren. 11) Bey den Ordensfesten und Feyerlichkeiten tragen die
Ritter ein Ordenskleid von den Farben des österr. Wapens, roth und
weiß mit Verbrämung und mit Verzierungen von Gold; die Sticke-
rey besieht in einem fortlaufenden Zweige von Eichenblatteni. Den
Kopf bedeckt ein rothsanmtnes Barret mit weißen Schwungfedern; der
Mantel isi von weißer Farbe mit einem Gebräme von weißem hermelin-
artigen Seidenfelper, n'ngs n mher mit goldgestickten Eichenzweigen. Die
3 Grade werden dmch die Lcmge des Mantels U!id die Breite der Sticke-
rey unterschieden. 12) Die Ordensömter sind: a) Der Ordenspralat;
b) der Ordenekanzler; c) der Ordensgreffier; d) der Ordensschatzmei-
ster; e) der Ordenshevold; t) der Ordenskanzlist. Die Verleihung die-
ser Amter ist dem Großmeister unmittelbar vorbehalten. 13) Die Ritter
schwören bey der Aufnahme: Die schuldige Treue und Ehrfurcht für
den Kaiser als Großmeister des erhabenen Leopold - Ordens, so
wie für dessen durchlauchtigste Nachfolger, und das gesammte ErzHaus
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Volume 3
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe I-M
- Volume
- 3
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 768
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie