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Martino, S. — M.^rton de M/md, Ios. 583
bürg. — DissertaUli de vuto civilat^m in cooptattone principurn
haud neces^inin, eb. 1766. — positianes de jure civitatis, eb.
1763, neue Aufl. 1773, 1774, 1776. (Ursprünglich zum Unterrichte
des kaiserl. Prinzen Leopold verfaßt.) — t5xerciwtiones sex de ju-
re naturali, eb. 1770, 2. Aufl. 1776. — Endlich arbeitete M.
noch in seinem hohen Alter ein neues allgemeines bürgert. Gesetzbuch
aus, welches 1797 in Galizien eingeführt wurde. M. gehört zu jenen
Glanzgestirnen Österreichs, die sich durch ihre Leistungen für den öffent-
lichen Unterricht und die Gesetzgebung unvergänglichen Ruhm erworben.
Mar t ino , S . , lombard. Dorf in der Delegation Sondr io ,
hat besuchte warme Bäder, die eine Temperatur von 23 bis 30°Reaum.
haben. Die meisten Curgäste sind aus Graubündten, Tyrol, Schwa-
ben und Italien.
Mart insberg, ungar. Marktflecken mit einer berühmten, schon
von Herzog G eysa gestifteten, von König Steph an I. ausgebauten,
von Kaiser-Joseph I I . aufgehobenen, nun aber wieder hergestellten
Benedictiner - Abtey im Raaber Comitate, aus einem Hügel erbaut,
an dessen Fuße sich der Marktflecken befindet. Das Klostergebäude, wel-
ches in neuerer Zeit zum Theile umgebaut und verschönert wurde, bewahrt
viele Sehenswürdigkeiten und Alterthümer. Man sieht darin auch einen
herrlichen neuen Bibliothekftal, worin von 20 Säulen römischer Ord-
nung eine Gallerie getragen wird, er ist mit den Statuen der Könige
Stephan I. und Franz I. geziert. Der Erzabt dieses Klosters hat
4 Äbte unter sich, und untersteht dem Reichs-Primas nur in gewissen
Fällen, besitzt daher auch außer seinem Titel noch wichtige Vorzugs vor
andern Prälaten.
Mar t inswand, ein senkrecht in das Otzthal in Tyrol vorsprin-
gender Kalkfelsen mit einer ziemlich bedeutenden Höhle, worin ein 40
Fuß hohes Crucifix mit 2 daneben knienden hölzernen Figuren die Stelle
bezeichnet, wohin einst Kaiser Max imi l i an I. (s. d.) sich auf der
Gemsenjagd verstieg. Von unten gesehen erscheinen die Figuren kaum meh-
rere Zolle hoch, es ist daher schwer zu begreifen, auf welche Art diese
Gegenstände Hieher gebracht wurden; wahrscheinlich wurden Arbeiter
und Figuren von oben an Stricken herabgelassen. Zwischen dem Felsen
und dem Innfiusse ist der Martinöbühel, wv Max imi l ian ein noch
stehendes Jagdhaus baute, aus dessen Fenster er die Oemsen schoß. Der
Fuß des M. ist allein 216' höher als der Inn , das Kreuz in der Höhle
684', der Gipfel bey dem ersten Grasabjatze 1776'. Die Höhle ist
42' tief und 84' hoch.
Mart0NdeMänd,Ios.,geb. 1771 zuIszka-Szentgyörgy
beydem jungen Freyh. S iegmund Pronay v. To t Prona ,
Sohn des Freyh. Gabr. P ronay , Obergespans des Gömörer Co-
mitats. Von dort ging er nach Leutschau im Zipser Comitat, wo
er als Professor der Moral und der Naturgeschichte beym evang. Gym-
nasium Augsburgischer Confession angestellt wurde. Hier schrieb er die
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Volume 3
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe I-M
- Volume
- 3
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 768
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie