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Mayer, Carl w i lh . — Mayer, Gim. Märt .
und Oärtnev, deren Hauptredattion und Herausgabe er noch jetzt, un-
terstützt von mehreren kenntnißreichen Mitarbeitern, besorgt.
Mayer, Carl wi l l ) . / Secretär bey dem innerösterr. Appella-
tlonsgerichte zu Klagenfur t , geboren zu Grätz 1742, SeineStu-
bien legte er auf der damahligen Jesuiten-Universität seiner Vaterstadt
zurück, und absoloirte den dreyjahrigen juridischen Curs. 1764 trat er bey
dem steyermärkischen Landrechte in k. k. Dienste, worauf er 1763 zur in-
nerösterr. Regierung übersetzt wurde. 1733 wurde M. zu dem in K la ,
genfürt neu errichteten inner- und oberösterr. Appellationsgerichte
übersetzt, bey welchem er bis 1306 das Amt eines Rathsprotocollisten be-
kleidete; im letztern Jahre wurde er wegen seiner vieljährigen eifrigen
Dienste zum Appellarionssecretär befördert. M. starb zu Klagen für t
den 9. Iän. 1399. Geschrieben hatte et: Versuch über steyermärkische
Alterthümer und einige merkwürdige Gegenstände, Grätz 1782.-—Ge-
schichte der Karnthner und Merkwürdigkeiten ihrer heutigen Provinz,
Cilly 1735. — Echte Urkunden von Erbauung der Hauptstadt Klagen-
furt und anderen Merkwürdigkeiten, Klagenf. 1790. — Statistik und
Topographie des Herzogthums Kärnthen, eb. 1796.
Mayer, Io l ) . , Dr. der Philosophie und Medicin, kais. Rath,
königl. polnischer Hofrath und Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaf-
ten des I n - und Auslandes, war geboren zu Prag den 6. Febr. 1754.
Seine Geisteskräfte entwickelten sich früh, er studirte in seiner Vaterstadt
und erhielt bereits 1774 die Doctorwürde. Bald machte er sich durch meh-
rere glückliche Curen vortheilhaft bekannt und sein Ruf drang bis ins
Ausland. Ein heilsamer medicinischer Rath, welchen er dem König Sta-
nislaus August von Polen ertheilte, erwarb ihm dessen Gunst und
die Ernennung zum polnischen Hofrathe. 1797 ertheilre ihm auch der
Kaiser Franz die kaiserl. Ralhswürde. Oern diente M. jederzeit Hohen
und Niedrigen mit seinen nützlichen Kenntnissen. Selbst die Ärmsten be-
suchte er und zeichnete sich überhaupt durch Wohlthätigkeit aus. Mehrere
in- und ausländische gelehrte Gesellschaften, z. B. zu Prag, zu Leip-
zig, zu Ber l i n und zu Erlangen ernannten ihn zu ihrem Mitgliede,
und kein Reisender von Bedeutung, kein Gelehrter kam nach P rag ,
ohne dasi er suchte, M.'s Bekanntschaft zu machen. Nachdem er sein
ganzes Leben nützlichen Zwecken gewidmet hatte, starb er den 5.
Iuny 1807. Zu seinen vorzüglichsten Schriften gehören: Bemerkungen
über natürliche Gegenstände der Gegend um Schüttenhofen in Böh-
men :c., Prag 1779. — Untersuchung des Liebwerder Sauerbrunnens
in Böhmen, Dresden 1736; 3. und 3. Aufl. 1737; 1791.—Nößler's
bergmännische Nachrichten über die Gebirge und den Bergbau zu Ioa-
chimsthal, herausg.:c., eb. 1792.— (^aräini de ignis clectrici natura,
eb. 1792. — Abhandlung über die Natur des electrischen Feuers :c.,'eb.
1793. Ferner schrieb er schätzbare Beyträge in Born's Abhandlungen,
Schreber's Naturforscher, in Richter's chirurgische Bibliothek :c.
Mayer, S imon Mart in , geboren zuKlagenfur t in Kärn-
then den 21. April 1733, wo sein Vater Officier des Infant.-Regim.
Nr. 26 und Plalölieutenant war, den er aber schon im 3. Jahre durch
den Tod verlor. Er studirte am dortigen Lyceum, widmete sich anfangs
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Volume 3
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe I-M
- Volume
- 3
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 768
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie