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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Volume 3
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Page - 627 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Volume 3

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m c g i s e r. 627 schichre Österreichs, wovon der 1. Theil: Saugfthiere, der 2. Insecten, ausgearbeitet sind, während zur Fortsetzung viel vorliegt. Megiser, Acronymus, warin S t u t t g a r t um 1550 gebo- ren. Sein Vater, H ieron y m usM., ein gelehrter Schulmann, sparre nichts, um seinem talentvollen Sohne wissenschaftliche Bildung zu Theil werden zu lassen. Das besonders auf der Universität zu Tüb ingen, wo der berühmteR euch li n Lehrerwar, so sehr geförderte Studium der lateinischen und griechischen Classiker war auch M.'s Lieblingsbemühung, und sein Lehrer, Nicodemus Fr ischl ing, konnte ihm das ehren- volle Zeugniß geben, M. habe schon in seiner Jugend Predigten ins Griechische ln heroischen Versen übersetzt. — Viel mochten auf M. der Charakter und die Schicksale seines Lehrers gewirkrchaben. Auch er folgte dem Beyspiele seines Lehrers und dem immer allgemeiner werdenden An- triebe, welcher eine Menge protestantischer Gottesgelehrten nach Inner« österreich ;og, um dort an Schulen oder Kirchenkanzeln ihr Glück zu machen. Bestens empfohlen, zugleich geschmeidig, nie vorlaut in seinen Nlllgionsmeinnngen, einzig sich hingebend den Forschungen des Alter' thumes, wozu er inKarnthen und Steyermark einen so überreichen Stoff fand, hatte M. die ausgezeichnete Anstellung als Geschichtschreiber an Erzherzog Carl's Hofe zu G rätz gefunden. Von hieraus unterhielte? einen lebhaften Briefwechsel mit seinen alten Freunden in Tüb ingen, besonders mit dem gelehrten Sprachkundigen Crusius (Gesandren Kaiser Maximi l ian 's I I . an den Sultan), dem er noch den 24. Jan. 1591 von Gratz aus schrieb, ein Beweis, daß er auch nach des Erzherzogs Tode sich daselbst aufhielt. — Die Universität, welche Erz- herzog Carl zu Gratz errichtete und den Jesuiten übergab, die da- durch erfolgten Reibungen mit den Protestanten, die Reformen, welche nach Carl's Tode die Landesadministratoren, die ErzherzogeErnst und Maximi l ian vornahmen, endlich die Einladungen der kärnthnerischen Stande veranlaßten es, daß M . , welcher von seinem Aufenthalte z.l Gratz wenig mehr hoffte, nach Klagen für t zog, wo ihm die gänz- liche Oberhand der Protestanten und der Schutz seiner Gönner ein öauer- Haftes Glück versprachen. Da wurde er als Rector der Landesschule an- gestellt. M.'s Verdienste um diese Schulanstalt schützten ihn nicht gegen die damahligen durchgreifenden Maßregeln Ferdinand's I I - , welche den Protestanten in Karnthen Schulen und Kirchen versperrten; da wal» derte auch M. aus, und vertauschte bald das ihm feindselige Schicksal, welches ihn einige Zeit herumtrieb, mir dem glücklichen Lose als churfürstlich-. sächsischer Geschichtschreiber und Professor in L e i p z i g , welchen Posten er bis an das Ende seines Lebens beybehielt, das er auf einer Reise nach Österreich zu Linz 16l6 beschloß. — M.'s kärnthnerische Cbronik: An- nal«s Cai-imliiae, 2 Bde. Leipzig 1603—12, ist ein Werk, wozu ihm Got thard Chr istaln ik, früher Pastor in S t . Ve i t , dann zu Hochosterwitz, ein gebornev Kärnr ner, Materialien und ein? wirklich schon bearbeitete Geschichte von Körnchen lieferte. M. kam von Leipzig auf den Ruf der Stände 1609 nach Karnthen, dlirch^ suchte die Archive, sammelte von allen Seiten Beyträge, und leate dann, nach Hause zurückgekommen, Hand ans We^k. Öftere Geld. 40 *
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Volume 3
Title
Österreichische National-Enzyklopädie
Subtitle
Buchstabe I-M
Volume
3
Authors
Franz Gräffer
Johann Czikann
Publisher
H. Strauß
Location
Wien
Date
1835
Language
German
License
PD
Size
13.3 x 22.0 cm
Pages
768
Keywords
Nachschlagewerk, Biografien
Categories
Lexika National-Enzyklopädie
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