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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe N-Sed, Volume 4
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Page - 638 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe N-Sed, Volume 4

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638 Seckendorf, Leo Freyh.v.—Sedlaczek, Ios. Adalb. Seckendorf, Leo Freyh. v., war geboren zu Won für t beyHas für t 1773, studirte zu Ie n aund Göt t ingen, ward 1793 Regierungsasseffor zu Weimar und kam dort in nähere Verbindung mir Goethe, Schil ler, Herder und Wie land. 1302 ging er als würtembergischer Kammerherr und Negierungsrath nach S tu t t - gar t , und ward hier dem nachmahligen König mißfällig, des IMaje- statsverbrechens angeklagt und erst in So l i tude, dann in Hohlen as- perg gefangen gehalten. 1305 beym Nahen des ö'sterr. Vortrabs, den S.'s Oheim befehligte, freygelassen, ging er nach Franken, dann nach Wien und zog voll Begeisterung als Hauptmann unter der österr. Landwehr 1309 in den Krieg, focht unter H i t l e r bey Ebersberg an der Traun, ward dort schwer verwundet in ein Haus gebracht und fand in den Flammen dieses Marktes den 6. May seinen Tod. Er war ein eifriger Patriot und thatiger Literat. Im Druck hatte er herausge- geben : Blüthen griechischer Dichter, Weimar 1800. — Neujahrtaschen- duch von Weimar, eb. 1802. — Musenalmanach, Regensb. 1306 u. 1307 und mit Io s. L u d w. S t o l l, die Zeilschrift: Prometheus, 6 Stücke, Wien 1803. Sedlaczek, Ios. Adalb., Dr. der Philosophie, Professor der Mathematik und Philologie, dann außerordentlicher Professor derböhm. Sprache an der Philosoph. Lehranstalt zu Pi lsen, des Prämonstraten- ser-Stisies Tepl regulirter Canonicus, wirkendes und sammelndes Mit- glied des böhmischen National-Museums, war zu Czellakowitz den 24. Febr. 1735 geboren, genoß den ersten Unterricht in der böhm. Tri- vialschule seines Geburtsortes und machte auch in der Musik Fortschritte. Der Bruder seines Vaters, Franciscaner-Superior zu Skalka bey Mi nschek, übernahm nach des Vaters Tode die fernere Versorgung des Knaben. Er brachte das Jahr 1793 als Vocalist bey der Carmeliten- kirche zu Prag in der Malteserschule zu, trar 1799 in die Studien auf dem Prager Kleinseitner Gymnasium ein und absolvirte die Grammaticalclassen mit dem schönsten Erfolge. Schon damahls warf sein Professor in der Rhetorik, ein Mitglied des Stiftes Tepl, sein Augenmerk auf ihn, und rieth ihm, dereinst in das Stift Tepl , um zu einer Professur zu gelangen, einzutreten, sich in der Philosophie zu Ri- gorosen aus allen Fächern vorzubereiten, dagegen er ihm von nun an eine angemessene Unterstützung von dem damahligen gelehrten Tepler PrälatenC hrysostomusPfrogner versprach.In Folgedessen wurdeS. zu Ende 1803 als Candidat für das Stift Tepl eingeschrieben und durch einen jährlichen Zuschuß für das Studium der Philosophie unterstützt. Nach Vollendung seiner Studien erklärte sich S. zur Übernahme der Mathematik am Pilsener philos. Institut, welche Professur mittlerweile bis zur Vollendung seiner Studien durch ein Mitglied des Stiftes Tepl s.lvplirt wurde. Mit Feuereifer verwendete er nun seine Zeit 1304 und 1305, bereitete sich während des Noviziats und Clericats 1806 und 1807 zu den Rigorosen aus der Philosophie vor, hörte die Theologie 1308— 10 auf der Universität zu Prag öffentlich und machte während dieser Zeit die noch übrigen Rigorosen aus der Philosophie. Zu Ende 1310 übernahm er nun die Professur der Mathematik am philos. Institute zu
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe N-Sed, Volume 4
Title
Österreichische National-Enzyklopädie
Subtitle
Buchstabe N-Sed
Volume
4
Authors
Franz Gräffer
Johann Czikann
Publisher
H. Strauß
Location
Wien
Date
1835
Language
German
License
PD
Size
13.3 x 22.0 cm
Pages
660
Keywords
Nachschlagewerk, Biografien
Categories
Lexika National-Enzyklopädie
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