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Spanischer Successionskrieg. 87
chimedes fürchten, aber bald wurde er dafür durch die unverkennbar-
sten Zeugnisse von Achtung entschädigt. Er starb in Folge mehrerer An-
fälle von Schlagfiuß 1799. Seine vorzüglichsten Schriften sind: De-
ecrixione 6'un viag^ia monlano con 0356l'va2ioni8ul1' oi-i^ilit'^ei!«
sontane, lettei-o äue al Vali8nier! li^Iio, 1762. — 82^10 di c>8-
eervaxioni 6<3'si^noi-i ^eoclllam, Lullon, Modena 1767.— pro-
l^ i-omo 50pra le repi oc^uxionl animaii, eb. 1768 (^ eins der Haupt-
werke). —Dell' 2?ion6 6e1 cuare ne' V38l zan^uigni, nov6
ni, eb. 1763. — Invito a in^aplcndei-c; zpei-ienxe on^e
letti nei papolo 6e^Ii in86tti per tentgr cli 3M0g1i6i-6 il
dlema 6eil2^en6raxicin6, eb. 1763.—^rolu8icj
zn i-e^io g^mna3io i'icinenZ!, Pavia 1770. — Opii8cc)1i di ti3l-
ca animale 6 veAetakile con 6ue lettei-e cl6l8i^noi- bunnet. 2 Bde.
eb. 1776. —ve i
pul80 ueileai-rciie, eb. 1777.
cii ii3il)2 gnimaie e ve^etabiie, 2 Bde. eb. I73l). —
6'un6 lettre 3Ul-1' electricite d« la torpillc ^im
, übersetzt von Raffier 1783). — I^ttei-e 6ue
xioni marine 6 c3ivel8l o^^etti so83ili 6 montani ai si^ncn
Lonnet (über das Phosphoresciren des Meeres/ dessen Ursache
er kleinenSeethierchen zuschreibt).—Via^^i alle clue^icilie e^in alcunk
^25ti de1l'^pp6nnino,6Bde.,Pavia1792—97.—I^6ttera80^ra il8l)5»
j)6tt0 A UN NU0V0 8EN8l)N6i plpiZti-elli etc. (In dieser Schrift bench-
ret er, daß geblendete Fledermäuse dennoch im Fliegen irgend welche ent-
gegenstehende Hindernisse vermieden hätten und schreibt dieß einem sechs-
ten Sinn zu.)
Spanischer Successionskrieg. König Car l I I . von Spa-
nien starb 1700 ohne Nachkommen. Der französische Gesandte am spa-
nischen Hofe hatte es dahin gebracht, daß König Carl I I . auf seinem
Todtenbette ein Testament unterschrieb, in welchem der französischePrinz
Phi l ipp von An jou , Enkel Lud w ig's XIV., mit der Bedingung
zum Erben eingesetzt war, daß Spanien als ein unabhängiges Reich
eingetheilt bleiben sollte; wenn man dieses nicht einginge, sollte der
österr. Erzherzog Car l , Kaiser Leo po ld's I. jüngerer Sohn, Erbe
der spanischen Krone seyn. Das Königreich Spanien mit seinen amerika-
nischen Colonien nebst Neapel und Sicilien, Mailand und den Nieder-
landen machten diese wichtige Erbschaft aus. Wiewohl dieses Testament
von den übrigen Mächten unmöglich als gültig anerkannt werden konnte,
nahm doch Ludwig XIV. im Nahmen seines Enkels, Ph i l ipp V.
mit äußerster Geschwindigkeit sowohl von Spanien, Sicilien und Nea-
pel, als von den Niederlanden Besitz. Kaiser L e op 0 ld hatte aber die
Rechte der jüngern Linie des Hauses Habsburg für sich, und genoß au-
ßerdem von seiner Mutter Mar ia Anna, Schwester PH i l ipp'siV.
von Spanien, so wie von seiner ersten Gemahlinn Margare tha,
Schwester Carl's I.I., noch besondere Erbanspriiche. Er wollte wenig-
stens Mailand retten, welches von jeher ein deutsches Reichslehen gewe-
sen war und ließ seinen Feldherrn, den berühmten Eugen mit 33,000
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe See-V, Volume 5
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe See-V
- Volume
- 5
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 604
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie