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336 Anker. — App ian i .
dein griech.-kathol. Clerus, der ihm größtentheils seine Bildung und
Emporhebung verdankt, innig bewahrt.
* Anket, Mathias. Seine Mineralogie von Steyermark hat
2 Theile. — 1835 erschien oon ihm zu Gvatz: Gebirgs-Verhaltnisse
von Steyermark.
Antolini, Giovanni/ trefflicher Architekt und Professor der
Baukunst an der Akademie zu Mai land, geb. daselbst 1760, bildete
sich zu Rom 1785—90 aus, und war schon frühzeitig als theoretischer
und practischer Künstler ausgezeichnet. Napoleon bediente sich seiner
zum Entwürfe des prächtigen Forum Bonapart e, welches in 30Blät-
tern begannt gemacht wurde. Er schrieb auch: Grundsätze der bürgert.
Baukunst, welches Werk er dem französ. Iüsiitute ver'schönen Künste
übergab/ von dem er dann zum correspondironden Mitgliede ernannt
wurde. A. ist ferner Verfasser eines Werke's über altrömische Baukunst/
unter dem Titel: 1^6 i-ovine 6i Veii^a, in^ui-ats e ^izeßnats 6a
k. ^ntolini, Mailand 1819—22. — 1323 würde nach seiner Zeich-
nung und unter seiner Leitung: Iltempio 6i Ni-col6 in (üorsi o
6i Minerva in ^.88i§i, in Kupfer gestochen.
* Anton (Victor Ios. Ioh.Raym.), Erzherzog, starb
2. )lpril 1835 zu Wien. Der unvermuthete Hintritt dieses Prinzen,
der durch <o viele Vorzüge der Humanität, Wohlthätigkeit und Liebens-
würdigkeit Aller Herzen besaß, erweckte in Stadt ilnd Land tiefe Be-
trübniß und nachhältige Trauer. Mit tiefem Schmerze hat die Bewoh-
ner B a d e n's dasAbleben des Erzherzogs A. erfüllt, welchem dieser Curort
durch elne lange Reihe von Fayren so außerordentlich viel verdankte,
der in dortiger Gegend so viele Thränen der Armuth und des Unglücks
trocknete.
* Appel, Ios. Franz, starb zu Wien den 4. Dec. 1334.
* Appendini, Franz Maria, wurde 1835 Director deS
Convict-Lyceums zu Zara und der Gymnasialstudien in Dalmatien,
wie auch Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Turin.
* Appiani, Andr^ Durch ihn erhielt die neueste mailand. Kunst-
schule ihren Aufschwung. Seine Familie stammt aus Bossisio, welchen
Ort des Brianzer Paradieses man daher oft irrig statt Mailand als seinen
Geburtsort bezeichnet. Der Tag seiner Geburt ist der 23. März (nicht May)
1754. Von seinem Vater, einem Arzte, für die Wissenschaften erzogen, fand
er nur in der Kunst sein Element, obgleich sie da.mahls in Mailand
schlecht genug gelehrt wurde. Bald machteer sich von allen Lehrern frey
und studirte nach eigenem Plane. Von seinen frühern zahlreichen Wer-
ken sind außer der Kuppelmalerey in S. Celso zu Mailand von
1795 noch zu bemerken: DerRoman von Amor und Psyche im konigl.
Palaste zu Monza; die heil. Margaretha für Marchese Litta;
die Venus im Hause Masse rati; die Skizze zu dem Bilde von Ja-
cob und Rahel in der Kirche zu Alzano. In den folgenden Jah-
ren wandte er sich zur Bildnißmalerey, die er mit großer Leichtigkeit
ausführte. In die Jahre 1808—11 fallen A.'s Arbeiten in den Sälen
des königl. Palastes zu Mai land, die noch jetzt seinem Talente die
vollste Anerkennung sichern. Das letzte, was er leistete, war eine Dar-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie