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368 Bermann'S/I-, Runst-und Musikalienhandl.—Neszkod.
Kunstfreunde und Kirchen Arbeiten von ihm, doch meistens nur kleinere
Stücke aus Elfenbein und Metall, und viele Modelle, zum Theil un-
vollendet. In Prag sind 2 vortreffliche Gruppen aus TyrolerAlabaster,
I2 Fuß hoch: Abraha m's Opfer und Hagar mit dem SohneIsmael
in der Wüste schmachtend, mit dem ihr erscheinenden Engel. Daselbst
ist auch sein sehr schönes Ohlgemälde, die büßende Magdalena, in Le-
bensgröße. Dieses Gemälde und die beyden Gruppen besaß sein Sohn
Ios. B. (s. d.), Director der Kunstakademie iu Prag.
* Berwann's, Ierem., Runst- und Musikalienhand-
lung in Wien. Die Firma lautet seit März 1836: Bermann und
Sohn, da Ierem. B. seinen Sohn Ios. B. als Gesellschafter auf-
genommen.
* Bermann, Ioh. Siegm., wurde 1835 k. k. Hofbibliotheks-
Kunstbändler. -^
^ Berres,Ios., ist nun Dr. der Chirurgie; Mitglied der Gesellschaft
für Natur- und Heilkunde zu Dresden, und jener für Vaterland. Cul-
tur zu Breslau. Seine Anthropotomie ist zu Lemberg 1826 in 4
Banden erschienen. Noch schrieb er: Erfahrungen über die Cholera,
Lemberg 1331. Neu ist von ihm (Wien 1836) folgendes wichtige, treff-
lich ausgeführte Werk: Anatomie der mikroskopischen Gebilde des mensch-
lichen Körpers, 1—4. Heft, mit deutschem und lateinischem Texte, dann
4 Steindruck- und 4 Kupfertafeln. B. machte durch eine lange Reihe
von Jahren die mikroskopische Anatomie zum Hauptgegenstande sei-
ner Forschungen, und ist durch die rühmlichst bekannten Instrumente
Plö'ßl's (s. d.) zu einer Reihe von Resultaten über die letzten Struc-
tur-Verhältnisse der Körpertheile gelangt, die an Evidenz und Bedeu-
tung ihnen den höchsten wissenschaftlichen Werth an und für sich, und
den hochwichtigsten Einfluß auf alle übrigen Zweige der Wissenschaft zu-
sichern. Der bisher leider nur zu oft eingetretene Mißbrauch des Mikro-
skopes öffnete in dem noch neuen wissenschaftlichen Zweige ein ungeheu-
res Feld für Selbsttäuschung. Durch langjährigen Umgang mit jedem
Mangel der optischen Instrumente vertraut, und durch wiederholte
Überzeugung vor Selbsttäuschung jeder Art gesichert, schildert B. die
Wunder des Baues der organischen Systeme, in Hinsicht ihrer Elemen-
tar-Verhältnisse, nach seinen neuesten Entdeckungen, und eröffnet da-
durch eine neue überraschende, nie gesehene Ansicht alles Organismen.
Bisher bedeutungslose Gebilde werden zu den complicirtesten Organen,
und was man bisher einfach nannte, zeigt eine neue wunderbare Schö-
pfung seiner Bestandtheile. Die Neuheit des Gegenstandes, der Reich-
thum und die Fülle des Stoffes, lassen den Umfang und die Ausdehnung
deS Werkes nicht in vorhinein bestimmen. Der Verfasser zog es daher
vor, um ungebunden und nach Erforderniß der einzelnen Gegenstände
arbeiten zu können, in zwanglosen Heften die Ergebnisse seiner Arbei-
ten dem gelehrten Publicum zu übergeben.
* Beszkod (Beskid), ein Theil des farpathischen Gebirges und
Hochlandes auf der Gränze Ungarns, mit Österreichisch-Schlesien und
Galizien, bis zum Thale der Raba, zeichnet sich durch gewölbten Rü-
cken und Kuppen, breite Thaler, durch fast bis auf alle Höhen hinauf-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie