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Birkenstock. — B leu l . 373
schen Könige, eb. 1664. — Spiegel der Ehren des ErzHauses Oster-
reich, eb. 1663 (f. Fug g er). —Hochfürstlich brandenburgischer Ulysses,
eb. 1667; neue Aufl. eb. 1673. — Guelfis oder niedersächsischer Lor-
beerhain, eb. 1669. — Pegnesis, 2 Thle., eb. 1673—79. — Chur-
und fürstlich sächsischer Heldensaal, eb. 1677. —Deutsche Rede-, Bind-
und Dichtkunst, eb. 1679./—Margenis, das vergnügte, bekriegte und
wieder befreyte Deutschland, eb. 1679. — Heiliger Sonntags- und
Kirchenwandel, eb. 1631. — B. war unbedingt ein Mann von Talent
und Gefühl, der gewiß, zu andern Zeiten lebend. Bedeutendes ge<
leistet haben würde. Als Historiker waren, ihm die Hände durch kleinliche
Rücksichten, die er seiner ganzen Stellung nach nicht verletzen durfte,
gebunden. Glücklicher war er dagegen in seinen dramatischen Arbeiten.
* Nirkenstock, Ioh. Melch. Edler v. Seine sehr gewählte
und bedeutende Bibliothek, Gemälde-, Alterthümer-, Kupferstich-
und Handzeichnungen-Sammlung, wurde 1310 —13 zu Wien ver-
steigert.
' >* Bischoff, Ignaz Rud., ward 1836 in den Adelstand des
osterr. Kaiserstaates mit dem Pradicat: Edler v. Altenstern er-
hoben.
Bistriza Nadworna, Fluß in Galizien, entspringt in den Kar-
pathen, und ergießt sich an der rechten Seite in den Dniester.
* Biwftld, L.eop., starb den 8. Sept« 1305.
Vleul, Ioh. Heinr. Freyh. v., salzburgischer Hofkanzler,
wurde 1765 zu C o ble n z von bürgerl. Ältern geboren. Die frühzeiti-
ge Entwicklung seltener Talente veranlaßte die Ältern, ihn den Stu-
dien zu widmen. Nachdem er die untern Schulen in seiner Vaterstadt
mit ganz vorzüglicher Auszeichnung vollendet, und in seinem 13. Jahre
mit ungetheiltem Beyfalle philosophische Thesen öffentlich vertheidigt
hatte, wurde ihm, als dem besten aller Schüler nach einem bestehenden
Landesgesetze der freye Eintritt und die freye Erhaltung im churtrierischen
Seminarium angetragen. Er zog jedoch die juridische Laufbahn vor,
und ging auf die hohe Schule zu Heidelberg, wo er sich 1785—37
den Studien der Rechts- und Cameralwissenschaften widmete. Bey fei-
ner Rückkehr wurde er 1737 in die Zahl der Advocaten aufgenommen.
Während er nun mit seltenem Glücke und dem lautesten Beyfalls in
Coblenz advocirte, verwendete er seine Mußestunden zu gemeinnützi-
gen, sein Vaterland betreffenden Abhandlungen. Diese in Verbindung
mit seinem Rufe als Advocat zogen die Aufmerksamkeit des Staatsmini-
sters, Freyh. v. Duminiqu e auf sich. Er wurde anfangs als Registra-
turs-Gehülfe im geh. Archive, und bald darauf als geh. Registrator an-
gestellt. Man vertraute seinen Talenten und seiner Rechtlichkeit die
wichtigsten Arbeiten an; eine Folge der Vollendung derselben war seine
Beförderung zum Hofgerichts - Assessor 1790. Hierauf wurde er zur
geh. Staatsconferenz übersetzt, und arbeitete fortan im Cabinete als
Secretar, wo er sich unter der Leitung des damahligen Hofkanzlers,
Freyh. v. Hügel, vorzüglich für das publicistische Fach verwendete.
Nach dem Tode Kaiser Joseph's I I . erhielt er von seinem Churfür-
sten den Auftrag, alle Vorarbeiten für die zum Wahlconvente abgehen-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie