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Vorosch's und Andre's Buchhandlung. —Nrandmüller. '379
glied der botanischen Gesellschaft zu Regen sbürg, Ios . B^/öer-
faßt. ' '
Borosch's und Andr6's Buchhandlung in P rag , vorzüg-
liche Sortiments-Handlung. Sie ist immer reichlich mit der neuen
und neuesten Literatur des In- und Auslandes versehen, und besorgt
alle Bestellungen auf das schnellste, punctlichste'und billigste, selbst aus
Venedig, ein trefflicher Architektur- und Ländschaftmaler, ist 1779
daselbst geboren. In Rom nach den berühmten Denkmalen der Kunst
und auf Reisen zum Künstler gebildet, hat er sich bereits in'der Künst-
qeschichte eine Stellung erworben, die ihn von den besten Künstlern sei-
nes Faches und Landes nicht ferne hält. Seine Gemälde sind sehr treu
und von malerischer Wirkung, und erstaunenswürdig in den Details
seine innern und äußern Ansichten. Siecsind in einer hellen, aber natür-
lichen, Färbung dargestellt, und selbit das Bunteste ist durch geschickte
Beleuchtung und Haltung gut verschmolzen)'Er ckalte neben andern die
Marcuskirche zu Venedig und die RialtobrDe-sammt deren Umge-
bung. Das letztere Bild) im Besitze ein'er r M M n Fürsiin'n/ stellt/
wie in einer.0HM6l-K..0l)8.oura, alle GeZfenstände''genau dar; selbst dte
kleinsten unterscheiden sich bewunderungswürdig its den beffimmtesten und
schärfsten Umrissen, worin' B: einen 'ausgezeichneten Meister 'beMhrt.
Seine Bilder besiudew sich in den Sammlungen der italienischen Oro-
ßen, und auch ins Ausland kamen viele. Außerdem kennt man von ihm
ein Verzierungswerk, unter dem Titel: O^oi-a ornamental?, pubdli-
cäta per cura (1e!1' I. II.. ^ccH^einia tli belle arti di Venexia etc.,
1331. ^
s/Bc>ssi/ 6.uigi Gr<af, war geboren zu Ma i land 1753, stu,
dirte daselbst mit Eifer und Auszeichnung, und begann'schon frühzeitig
sich der schriftstellerischen Laufbahn mit Erfolg M'widmen. Der größte
Theil seines thätigen Lebens fiel übrigens in eine bewegte Zeit, von
deren Einflüsse auch er nicht frey blieb, und welcher manche unange-
nehme Verwicklungen und Mißverhältnisse zur^ Folge haktet Seine
letzten Tage verlebte er.jedoch rn ruhiger Zurückgezogenheit, und er
machte sich durch seinen guten moralischen Charakter der Liebe und Ach-
tung Aller, die ihn kannten, werth. Unter ssMen vielen verdienstvollen
Schriften aus den verschiedensten Zweigen der^Lireratur und des Wissens
sind besonders auszuzeichnen seineWerke überC'h risto pH Colum bus,
über das äaci-o iadino, dann seine so sehr bereicherten Ubersttzungen
Ros c o e'scher Biographien. ''l?
Vrandmüller, Mich. , Maler und Lithograph, Moren zu
Wien 1793, widmete sich anfänglich dem Porträtfache als'Miniatur-
maler, und erwarb sich darin dilrch Ähnlichkeit der Bildnisse, durch ge-
fälligen Aufcrag und ein natürliches Colorit vielen Beyfall. Seit eini-
gen Jahren har er sich auch der Steinzeichnung zugewandt, und schon
durch seine ersten Versuche die beste Erwartung erregt. Die dem Minia-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie