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382 Braun v. Braunthal, Carl I . Ritter. — Brezanuczy.
^ Braun v. Braunthal, Carl Ioh. Ritter. Zunächst er-
schien von ihm das Trauerspiel: Die Geopferten, Wien 1335. Heite-
rer und zugleich pikanter als in seinen frühern Werken both er in seiner
humoristischen Schrift: Phantasie- und Thierstücke (Wien 1336),
Stoff zu geistreicher und gemüthlicher Unterhaltung. Sein neuestes
Product: Stehende Masken im Lustspiele des Lebens, in 12 Frescobil-
dern. (Wien 1337) umfaßt komische Erzählungen aus der modernen
Lebensweise, mit Schärfe gezeichnet.
Brecht, Andr. Friedr., ist geboren zu Medias am 3. Au-
gust 1797; ausgezeichneter Gelehrter Siebenbürgens. Er verwaltet ge-
genwärtig ehrenvoll das Rectorat seiner Vaterstadt,, sowohl als Päda-
gog wie auch als Philolog. 1829 schrieb er eine Dissertation: Deöum-
IN0 kono.
/Brecht, Andr. Traugott Clemens, Lector der Poesie und
Geschichte am Gymnasium zu Media s, Bruder des Vorigen, ist
geboren zu Medias am 20. März 1805, zeigte schon in seiner früh-
sten Jugend schone Anlagen zur Poesie, und bildete sich, trotz allen
Hindernissen zu einem sehr beachtenswerthen Dichter. Er gab 1823 in
Ka schau heraus: Der Schmetterling, oder Taschenbuch auf Reisen und
Spaziergängen. — Tausend und Eine Grille. — Lyrisch-didactisches
Blumenkränzchen. — Humoristischer Ideenschwärmer. — Theatralisches
Kleeblatt. Außerdem lieferte er Mehreres in den Wanderer, die Thea-
terzeitung, H o ck's Jugendfreund, den Spiegel:c.
Brecht v. Brechtenberg, Ios. C'emens, lebte zu Kron-
stadt in Siebenbürgen, und verwaltete das Rectorat des dortigen
Gymnasiums 1714 mit vielem Verdienst. Als Gelehrter hat er sich aus-
gezeichnet durch eine Verbesserung des gregorianischen Kalenders, wel-
cher zu Kronstadt 17 lO gedruckt und Carl VI. dedicirt ist. Erstarb
allgemein geschätzt am 3. Februar 1727.
Breitensee, niederösterr. Dorf im V. U. W. W., auf einer
Anhöhe gelegen, mit 170Einw., hat Fabriksanstalten und ein Schloß,-
welches eine reiche Sammlung von Gemälden, Schnitzwerken und an-
dern Kunstgegenständen enthält, und bey welchem sich ein großer Gar-
ten befindet.
Brezanäczy, Adam, Dr. der Rechte, Gerichtstafel - Bey'
sitzer im Pesther und Gömörer Comitat, emerit. Senior der juridischen
Facultät und Professor des Kirchenrechts an der Pesther Universität,
wurde geboren 1751 zu Eltsch im Gömörer Comitat, besuchte die
Grammaticalclassen zu Rose n au/dieHumanitätsclassen zu Neu so hl,
trat sodann in den Jesuitenorden, beendigte sein Noviziat zuSzatolcz,
wiederholte daselbst die Humanioren, wurde dann nachKaschau geschickt,
um dort die Philosophie zu hören, wo er. auch bis zur Aufhebung des Or-
dens dieAnfangsgründe der latein. Sprache lehrte. Er trat hierauf zu den
Rechtswissenschaften über, studirte diese zu Tyrnau, erhielt 1770 eine
Grammaticallehrerstelle am Archigymnasium zu Fünfkirchen, 1730
aber die außerordentl. Professur der Rechte an der königl. Akademie zu
Kaschau. 1734 kam er als außerordentlicher Professor d?s Kirchen-
rechts an die königl. Akademie zu Preßburg, und bestieg 1737 die
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie