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Dankowsky. — Dernath. 4l9
rius,StiefsohndesAugustus fallen. Die aus dem Materials des Tem-
pels erbaute Kirche zum heil. Daniel selbst fallt in das Ende des 14.
Jahrhunderts.
* Dankowsky, Gregor. Von ihm erschien: Kritisch, etymo-
logisches Wörterbuch der magyarischen Sprache, Preßburg 1833.
* Dav id , Aloys Mar t in , starb den 22. Februar 1836.
Davidovich, Paul Frcyh. v. , k. k. Feldzeugmeister, Ritter
des Maria-Theresien-Ordens, Inhaber des k. t. ungar. Linien-Infan-
terie-Regiments Nr. 34, und Gouverneur der Festung Comorn ,
geboren 1748 in Ungarn, hatte sich bereits 1779 in dem Treffen bey
Habelschwerdt, gegen die Preußen, als Major des Infanterie-Re-
giments d'Alton (hernach A lv inczy, dann Prinz Ph i l ipp von
Hessen-Homburg) das Ritterkreuz des militar. Maria-Theresien-Or-
dens erworben; 1781 wurde er Oberstlieutenant bey dem Infanterie-
Regiments Ant. Eszterhäzy, und 1788 Oberst bey dem Peterwar-
deiner Gränz-Regiments; 1789 in gleicher Eigenschaft zu dem Broo-
der Regiments übersetzt, und noch in demselben Jahre zum General-
major befördert; 1804 ward ihm das vacante Infanterie-Regiment
Kray verliehen, und er 1807 zum Feldzeugmeister ernannt. D. starb
mComorn am 18. Februar 1314, nachdem er sich in den letzten
Knegsjahren ausgezeichnete Verdienste erworben hatte.
Degler, Ioh . , Historienmaler von Lazfons in Tyrol, studirte
zu Innsbruck am Gymnasium und dann noch Philosophie, ergab
sich aber bald de^ Malerey, und erlernte die Anfangsgründe derselben
beyLeop. Deni f le . Er ging hierauf als tyrolisch - ständischer Pen-
sionär an die Akademie zu W i e n , und 1825 nach R o m , starb aber
schon 1829 zu B r i x e n in jungen Jahren. Das Ferdinandeum zu
Innsbruck besitzt von ihm 2 Gemälde und eine große Kreidezeich-
nung, die Erweckung des Lazarus, die ein tüchtiges Talent verrath.
Spater überschickte er dem Museum eine genaue Copie von Tizian's
berühmtem Gemälde de^Gallerie Borg Hess, die himmlische und die
irdische Liebe vorstellend.
Denifle, I oh . Peter, Maler, wurde zu Fulpmes im Stu-
baythale Tyrols geboren, und zu Augsb urg bey Mathias Gün-
ther in der Malerkunst unterrichtet. Hierauf studirte er 4 Jahre zu
Wien, und endlich ließ er sich zu B r i r e n nieder, bis er 1770 zu
Innsbruck die Stelle eines Zeichnenmeisters erhielt. In diesem Wir-
kungskreise erwarb er sich viele Verdienste, und selbst Mär t . Knol -
ler gab ihm das Lob, daß er die S^üler dadurch, daß er sie immer
im Großen zu zeichnen anhalte, gut bilde. D. copirte sehr gut, in
eigener Erfindung war er aber schwach. Es finden sich von seiner Hand
Altarblätter, worunter St . V i g i l in der Kirche dieses Heiligen zu
Enneberg; auch ist die Kirche zu Madraz von ihm gemalt. Dieser
Künstler starb 1806 und hinterließ einen Sohn, Leopold, der ihm
a's Lehrer dcr Zeichnenkunst nachfolgte und 1826 starb. Ein anderer,
Nahmens Iosepb, war Architekt und Zeichner.
Dernath, Leop. Graf v., Malteser-Ordens-Ritter, geb.
den 25. Iulo 1786, stammt aus einem berühmten Geschlechte, dessen
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie