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Gülden C. M. gegründete Unternehmen in kurzer Zeit mit 6 bis 10
Percent verzinsen wird. Im Iuny 1836 betrug die Frequenz dieser k. k.
prioil. ersten Eisenbahn 1) Zwischen Budweis und Linz: 31,632
Ctr. Salz; 18,300 Ctr. andere Frachten; 243 Klafter Brennholz;
422Personen. 2)Zwischen Linz und Gm unden:35,160 Ctr. Salz;
13,183 Ctr. andere Frachten; 7,714 Personen. Schon gleich im Aug. 1836
war die Frequenz viel bedeutender, 1) Zwischen Budweis und Linz:
26,902 Ctr. Salz; 13,319 Ctv. andere Frachten; 223 KlafterBrenn-
holz, und 850Personen. 2)Zwischen Linz und Gmunden: 43,435
Ctr. Salz; 10,499 Ctt. andere Frachten, und 13,002 Personen.—
Eisenbahn von Wien nach Oden bürg. Die bewilligten Vorarbei-
ten für die Anlage einer Eisenbahn, we:cheWien mit Laxen bürg,
Baden, Wiener-Neustadt und Odenburg verbinden soll,
begannen im Iuly 1836 mit dem Nivellement der Wiener-Neustadter
Gegend. Die Leitung dieses Geschäfts hat der Unternehmer Georg
Freyh. v. Sina dem Ingenieur M. Schönerer, Erbauer der Lin-
zer Bahnen, übergeben. Vorerst wird der schwierigere Theil der Bahn
von Wiener - Neustad c bis Odenburg bearbeitet, und dann
erst auf den günstigern Theil gegen Wien übergegangen.
Eisenwurze nennt man die westlichen Ausläufer der Saualpe im
Klagensurter Kreise Karnthens, welche die unerschöpfliche Fundgrube
von Eisenerz enthalten, das in den Hochöfen in Mosinz, zu Hüt-
tenberg, iw der Loll,ing,-zu St. Johann am Brückt bey
Eberstein, zu Treibach und zu Windisch-Feistritz geschmolzen
wird.
Kmerich, König von Ungarn, gelangte nach dem Tode seines
Vaters Bela I I I . 1196 auf den Thron. Durch den Ausspruch des Pap-
stes zu einem Kreuzzuge gegen die Ungläubigen verpflichtet, weigerte sich
König E. aus entscheidenden Staatsgrunden, nach seiner Vermählung mit
der arragonischen Prinzessinn Constantia, den entfernten Krieg zu un-
ternehmen; er erweiterte lieber sein Gebieth gegen Serbien und Bulga-
rien, vertrieb seinen unruhigen, verschwenderischen und aufrührerischen
Bruder Andreas aus dem Reiche, begnadigte ihn noch einmahl, und
sah sich dennoch genöthigt, gegen seine Anmaßungen Gewalt zu gebrau-
chen. Schon hatte er ihn bis an die dalmatinischen Seestädte zurückgewor-
fen, als der König sich selbst von seinen Großen verlassen sah. In die-
ser Verlegenheit rettete sich E. selbst durch seine heldenmüthige Entschlos-
senheit. Unbewaffnet, allein und bloß den Scepter in der Hand, ging
er mitten in das Lager seines Bruders, rief laut: „Er wolle den sehen,
der es wagen würde, die Hand an einen gesalbten König zu legen,"
drang durch die betroffene Menge, nahm seinen Bruder gefangen und
ließ ihn in eine Festunq sperren. Bald darauf unterlag der König am
30. Nov. 1204 einer Neroenkrankheit. Er schenkte noch auf dem Todten-
bette seinem Bruder die Freyheit wieder, und vertraute ihm sogar die
Regentschaft und die Vormundschaft über seinen unmündigen Sohn.
* Emi l i ( I . F. iL. Trimmel). Von diesem vielseitigen, ge-
wandten und unermüdlichen Schriftsteller, welcher im Sept. 1836 zum
Registraturs-Director der k. t. vereinigten Hofkanzley vorrückte, er-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie