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568 Neustift. — Oberleitner.
jähre 1826 9/000 Klafter vollendet hatte und woran sich die Herrschaft
Eszterhäz in der Gegend von Taten/ oberhalb des Konigsees, mit
einer Verlängerung von 7,000 Klaftern, anschloß/ feyerlich begangen,
indem der FürstEszterhäzy unter den:Jubel des zahlreich versammel-
ten Volkes den ersten Schaufelstich zum Einlasse des Wassers machte.
Durch diese und die von der Herrschaft Alten.burg bereits früher ge-
machte große Canalisirung und Errichtung der straßenartigen Dammwege,
nebst den fernern großen Ausführungen dieser Art, welche der Für?!
Eszterhäzy um so mehr auf die zweckmäßigste Weise vorzunehmen
beabsichtigt, als auch. von der gräft.Zich.y'schen Herrschaft auf dem Leyd-
ner Terrain in gleicher Msicht mitgewirkt wird, hebt sich nun jederZwei-
fel, daß der über IWM0 Joch große, viele hundert Jahre bestandene,'
höchst ungesunde- Morast Hansägh, wie erwähnt, abgetrocknet und in
die fruchtbarsten Fluren,, wie es zum Theil schon geschehen, umgewan,
delt werden wird. ' ^«
Neustift, Abtey der regulirten Chorherren vom heil. Augustin
im Pusterthaler Kreise Tyrols, wurde bereits 1142 durch Hartmann,
Bischof von Brixen, und Reginbert, Burghauptmann zu See-
ben, gestiftet.
O.
'berbaudirettionen, sind unmittelbar den Gubernien unter-
geordnet; sie verfertigen die Plane und Überschlage zu allen aus öffent-
lichen Fonds herzustellenden Bauten, sohin auch zu den Straßen, Brü-
cken, Wasserwerken und was sonstige Architectursgegenstande sind. Unter
einem Oberdirector in jeder der deutschen, böhmischen, gglizischen und
italienischen Provinzen ist ein angemessenes Personale von'Directions-
Adjuncten, Architekten, Ingenieuren, Zeichnern und den nöthigen
Hülfsbear. en gestellt.
Gberleitner, Andr., ist den 17. Sept. 1786 zu Angern im
Marchfelde Niederösterreichs geboren. Sein Vater, ein herrschaftlicher
Verwalter, ließ ihn nach den Kräften einer Landschule im Singen und
Violinspielen unterrichten. Mit 18 Jahren kam er nach Wien,,, um
Chirurgie zu hören. Bald aber gewann die Liebe der Tonkunst das Über-
gewicht und die Folge davon war, daß die Studien für immer beseitigt
wurden. Mit dem beharrlichsten Fleiße übte er nun die Guitarre und
Mandoline, und erlangte auch auf beyden Instrumenten eine seltene
Virtuosität, indem er seinen Vortrag ganz nach Giul iani und Vi-
mercati ausbildete. Seitdem er 18!5 eine Hofbedienstung erhielt
(gegenwärtig ist er beyder k. k. Hofsilberkammer), mußte die Musik Ne-
benbeschäftigung werden, und einzig zur Erholung in berufsfreyen Stun-
den dienen. Von seinen zahlreichen Compositionen, welche einen ausge-
breiteten Anwerth fanden, sind viele im Drucke erschienen, darunter:
Variationen, Serenaden, Tänze, Duetten, Märsche, Ecossaisen,
Potpourri's, Ländler, Sonaten u. dgl. Handschriftlich vollendet liegen
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie