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870 Oetscher. — Ottenfels-Gschwind, die Freyherren.
1,399,911 Joche; die reinen Wiesen 397,349, die Wiesen mit Obst-
bäumen 12.848, die Wiesen mit Holznutzen 4,499, zusammen415,t96
Joche; die Gärten 37,061 Joche; die reinen Weingärten 7 9 , M , die
Weingarten mit Obstbäumen 16l, zusammen 80,l52 Joche; die Huth«
weiden/237,861, die Huthweiden mit Odstbäumen 133, die Huthwei-
den 'lnit Holznutzen 10,773, zusammen 248,772 Joche; die Alpen
13,352 Joche; die Hochwaldungen 967,350, die Niederwaldungen
3l,0)3, zusammen 1,043,873 Joche; die Auen 45,343 Joche; die.
Gestrippe 336 Joche; die Teiche und Sümvfe mit Rohrwuchs 3,'2l7
Joche; die Brände (Walder mit Getreidebau und Weidenutzen) 12,406
Joche; der Raum der Gebäude'l8,034 Jochs einnehmen. I)er unpro-,
ductive Boden, als Wege, Straßen, Flüsse und Bache, kahle Fei-»
sen :c. beträgt 116,317 Joche/somit enthalt diese Provinz einen Fla,
cheninhalt von 3,439^031 Ischen oder 342^ Q. M. Die Volksmenge
beträgt pr. Q. M. 4,072 Menschen.
Oetscher, Berg in Nied/rösterreich, an der Gränze von Öster-
reich und Steyermark, liegt 5,983 Fuß über der Meereä^äche.
O'Reilly/ Andr. Graf v., k. k. General der Cavallerie, In-
baber des Cheoaurlegers-Regiments Nr. 3 und Commandeur des Maria-
Theresien-Ordens, war den 3. Aug. 1742 geboren. Er zeichnete sich
besonders 1796 bey Amberg> 1799 bey Zürich, 1800 bey Maren-
.qo und 1805 bey Caldiero aus, und starb zu Wien den 5. Iuly
1332. Da er von seinerGemahlinn, Barbara Gräfinn vonSwerts-
Spork, keine Kinder hatte, so adoptirte er den Sohn des brit.
Baronet Sir Hugh O'Reilly v. Bal l inglouph, Ioh. Grafen
v. O'Reil ly, k. k. Rittmeister bey dem Chevauxlegers-Regiments
Nr. 3, geboren den 3. April 1800.
Ottenfels-Gschwind, die Freyherren. Iac. Otto, der erste
seines Geschlechts, diente in feiner Jugend unter den kärnthnerisch-stän'-
bischen Fahnen an der damahligen Militärgränze Croatiens, welche be-
kanntlich die Stande von Steyer, Karnthen und Kram wegen der öfte-
ren Einfalle der Türken mit eigenen Söldnern zu besetzen hatten. Die
Kärnthner lagen gewöhnlich in Petr inia, mitunter auch in Carl-
stadt, Zengg und in einigen kleineren Palanken in Garnison, in
friedlichen Zeiten zu einer Stärke von 150 Reitern und 2—300 Fuß-
gängern. Da befehligte nun Iac. Otto von 1590—1604m so einer
kleinen Veste, bis er, müde des Kriegshandwerkes, den verdienten Ru-.
bestand als landständ. Commandant und zugleich Gegenschreiber des
Gränzpasses von Pontafel fand, welchem er durch 23 Jahre, denn
cr lebte daselbst noch 1637, ehrenvoll, mitunter nicht ohne Schwierig-
keit und Gefahr, wie z. B. in dem Kriege gegen Venedig 1616 und
1617 vorstand. Sein Sohn, Hans Siegmund Ot to, der sich
zuerst „v. Ottenfels, von und zu Gurnitz" schrieb, diente bis l 632
dem Hochstlfte Bam berg als Hofkastner und Pfleger, und von 1620
—32 als Vicedom zu Wolfs berg, erhielt dann das landschaftliche
Obersecretanat und endlich am 30. Iän. 1643 die kärnthnerische Land-
mannschaft. Seme ausgedehnten Geschäftskenntniffe und vielfache Ver-
wendung verschafften ihm in der Folge noch den Titel eines kaiserl. Ra-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie