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580 Presl/ Ioh. Swatopluk,
Heilkunde, und betrieb außerdem mit warmen Eifer das Studium der
lebenden europäischen Hauptsprachen, der Geographie und der Musik.
Nach Beendigung seiner Studien an den Universitäten zu Prag und
Wien machte er 1817 eine naturhistorische Reise nach Sicilien und
Italien auf eigene Kosten. Auf dieser Reise, die^ ein ganzes Jahr
dauerte, ward die beständige. Richtung zur Botanik entschieden, aus der
Zoologie aber wurden die.Käfer zu einem Nebenjwdium gemacht, dast
mit rastloser Liebe und mit großen Opfern betrieben wurde. Nachdem.
P. 1318 in Prag zum Doctor der Medicin gwduirt war, und den>
Grad eines Magisters der Geburtshülfe erworben hatte, stand ermitseinen
in der Arzn-eykunde erworbenen Kenntnissen unerniudef und ohne Rück^
sicht auf Belohnung Jedermann mit derselben Bereitwilligkeit bey. Sei-
ne in der Naturgeschichte erworbenen Kenntnisse wurden dadurch aner-
kannt, daß er 1319 die Assistentenstelle bey der Lehrkanzel der speciellen
Naturgeschichte zu Prag erhielt, 1320 diese Lehrkanzel selbst suppline^
1,323 ats.Custos der botanischen und zoologischen Sammlungen am
böhm. Museum angestellt, und nachdem er sich mehreren Concursey
für Lehrkanzeln unterzogen, M2 zum Professor der allgemeinen Na-
turgeschichte und Technologie an der Prager Universität ernannt wurde.
Als Anerkennung seiner medic. Kenntnisse wurde ihm 1828 die Suppli-
rung der Kreisarztesstelle im Berauner Kreise Böhmens, im folgenden
Jahre die Führung der Gecretariatsgeschäfte der Präger medic. Facultät.
übertragen, welche letztere wichtige Stelle er durch mehr als 4 Jahre
verwaltete, und 1831 bey dem Ausbruche der/Cholera in Prag die
Stelle.einps Cholera'Arzte^anvertraut. P.'s schriftstellerische Leistungen
sind folgende: ^clepia^sae .a Nokerto Vrown recensitae, ex.
tranätullt etc., Prag 1819. — (^pei-acese et
iculas, eb. 1320. — V.elic^ui26 Ilaenlieanae, 5eu
et io0N65 plantarum, <^U25 in America
et I)0i?62!i, in insulis l^ni!5ppinl5 et ^lai-janiz colle^it '
Ice, I'n^to^i'. ro^. Hi8f)2ni2e, re^e^it et in «or^inern
eb< 1325—35/— I'Iora^cuia, eb^ 1826. —
minus cOßnitai-um, eb. 1330. — Anleitung zum Selbststudium derz
Orykt^gyosie, eb. 1834. »-> I^epertoi-iuin I)0t2nic26 Z^teinaticae,
1. Bd.,.eb. 1335. — ^lcxäromu8 inono^rapniIal^obellgcearum, eb.
1836. — Bemerkungen über den Bau der Blumen der Balsaminen,
eb. 1836. —/sentainen?teliä0gl2pni26, eb. 1336. Nebstdem viele
kleine Aufsätze botanischen Inhalts in verschiedenen Werken und Zeit-
schriften. In Verbindung mit seinem Bruder I. S. P r e sl (s. d.) noch
Folgendes: I'iolH (neckicH, eb. 1819. — veüoiae ki-2^en5e5, eb.
1322. ^ ^
Prefl, Ioh. Swatopluk, Bruder der Vorigen, ist den 4.
Sepk 1791 zu Prag geboren. Seine Stuhlen vollendete er sämmtlich
in Prag, wo er 1816 zum Doctor der Medicin promovirt wurde.
Bald darauf erhielt er die Assistentenstette bey der Lehrkanzel der spe-
ciellen Naturgeschichte, wo er Gelegenheit fand, sich dem Studium der
Naturgeschichte gänzlich zu widmen, welche von früher Jugend an sein
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie