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592 Rüst. " Ryba, Iosi lsrnesk
in S tranow aüf30,000Ctr.-^-Diek.k. Sandwlrthschafts.Oeftllfchast
in Wien hat vor wenig Jahren, bey dem Unwerthe des Getreides, die
zur öffentlichen Besprechung interessante Frage aufgestellt: Was soll der
Landwirth bauen, um Nutzung und Bodenwerth zu erhöhen? In der
Beantwortung dieser Nationalfrage wurden fünf Culturen angegeben/
unter denen die Erzeugung der Zuckersurrogate obenan stand. Seitdem
haben sich nicht nur die Runkelrüben-Zuckerfabriken vermehrt und vsrbes-
sert, sondern, mit g'anz besonderer Industrie, auch die Zuckerbereitung-
aus Kartoffeln heimisch gemacht. Osterreich 'ratzt in diesem Industriezwei-
^ Rüst, Ioh. Nep. Sein Handbuch der Chirurgie gedieb bis
zum 17., sein Magazin für die gesammte Heilkunde bis zum 46/Ban-
de. Von seinen Aufsätzen und Abhandlungen aus dem Oebiethe der Me-
dicin erschien 1836 der 2. Band. ^ '- ' ''
Ryba, Iac. Ioh., war den 36. Oct. 1765 zu Prz essticz m
Böhmen geboren. Schon als vierjähriger Knabe zeigte er einen Froßett
Hang zur Musik. Zu Nepomuk fing er im 7. Jahre an, Musik zu'
lernen. Mit dem Studium der Orgel vereinigte er zugleich das der Vio-
line. 1780 kam er nach Prag. Hier vollendete er auch seine Bildung
als Organist. Er fing nun an, Quartetten, deren er 1782, sechs auf
einmahl lieferte, zu schreiben. Seine Freunde drängen in ihn, für sie
Concerte, Sonaten und Quartetten zu componiren. Er that es, und'
seine Compositionen wurden mit Beyfall aufgenommen. Indeß hieß sein
Vater ihn sich als Schulgehülfe nach Mnisch et zu begeben. Er blieb
daselbst 17 Monathe, und entsprach den Schulpflichten mit so gutem
Erfolge, daß er den Ruferhielt, die Rectorsstelle zuRozmital 1739'
anzunehmen. Diese seine neue und verbesserte Lage also veranlaßte R.,
mehrereKirchenmusikalien zu schreiben. Erstarb 1815. Zu seinenCom^
Positionen gehören: Viele Messen. — 72 Quartetten. — 7Quintetten.'
" 3 9 Concerte. — 87 Sonaten. -^ 1L0 Variationen. — 6 Sing-
spiele und Pantomimen. — 35Serenaden und Nocturnen. — 3l5 Sym-
phomen. —80 Lieder :e. Sein musikalisches Handbuch, 4 Thle., 1793
^1Z00 ist in der Handschrift. - - ' ^
' Ryba, Ios.Ernest, Dr. derMediMundPhysikus der köniK
stand. Augenheilaustalt zu Prag (Sohn des Vorigen), ist den 21.
März 1795 zu Rozmital in Böhmen geboren. Sein Vater er-
zog ihn erst zu Hause, und schickte ihn dann im Herbste 1806 nach
Prag in die Theiner Hauptschule. Im folgenden Jahre trat derselbe in
das Altstädter akademische Gymnasium, dann widmete er sich den phi-
losophischen und medicinischen Studien an derUniversitat zu Prag.
Nach vollendeten medicinischen und chirurgischen Studien diente R. ein
Jahr lang als unbesoldeter chirurgischer Pratticant im allgemeinen
Krankenhause, dann 2 Jahre hindurch als Assistent der Augenklinik,
und erlangte 1624 das medicinische Doctorat und das Magisterium
der Augenheilkunde. 1836 wurde er zum Physikus der königl. stand.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie