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6tt6 Stubenberg, die Herren. —
trat er eine Reise nach Holland an. Seine neuesten bey Has l inger
erschienenen Walzer sind: Die Nachtwandler; die Eisenbahn-Lustwalzer.
* Stubenberg, die Herren. Gegenwartiger Standesherr der
Linie zu Ober-K apfenberg ist Carl Graf v. St . , k. k. Major, geb.
den 15. Dec. 1769; und der Linie zu Gutenberg, Ios. Graf v.
St., geb. 1821. ^ j l .
Szalavär, ungar. Dorf im Szaläder Comitat,, liegt am Flusse
Sza.la> und hat eine Benedictiner-Abtey, welche mit jener zu Gätt-
weib m Niederö'sterreich rereinigtist.
Gzöchönyi, Steph. Graf v. , Vicepräsident der ungar. Aka,
demie der Wissenschaften, ist gebol-en zu Wien den ^ l . Sept. 1792.
Vom ungar. k. k. Armee übergetre-
ten, machteer die wichtigsten Feldzüge des europaischen VölkerkriegeS
mit, commandirte unter anderm bey. Leipzig eine Escadron, und
erwarb sich auf dieser Laufbahn den kaiserl. russ. St. Wladimir- Orden
Verdienst-, des kö-
nigl. sardin. St. Mauriz- und Lazarus-, und des königl. sicilian.Ver«
dienst« Ordens. Schon wahrend seiner militärischen Carriere bereiste er
Deutschland nach allen Richtungen, England, Frankreich, das nördli-
che Spanien, Italien, Griechenland, die Türkey, und.1820 Klein-
asien. So verschaffte er sich umfassende Kenntniß der National- und
innern Verhältnisse verschiedener Völker. Während des Reichstages von
1825—27 verließ er die Armee, um sich ausschließend den Interessen
des Vaterlandes zu widmen. ,18I5 eröffnete er zur Errichtung einer
ungar. gelehrten Gesellschaft die Reihe großherziger Opfer für dieselbe
mit einer Gabe von 150,000 Gulden W. W. Aufmerksam geworden
auf den vernachlässigten Zustand der ungar. Pferdezucht, brachte er 1826
in P re ß bu rg zu ihrer Verbesserung einen Verein zu Stande, welcher
(1827 nach Pesth übergegangen) durch jährliche ansehnliche Prämien,
Wettrennen und andere vielfache Aufmunterung und Unterstützung bald
einen überraschend glücklichen Erfolg ausweisen konnte, und, seineThä»
tigkeit spater auch auf die übrigen Zweige der Thierzucht ausdehnend,
den Nahmen einer ungar. Thierzüchter - Gesellschaft annahm. 1323
schilderte S. in einer, gehaltreichen Schrift üt>er Pferdezucht (I^ovak-
nul, Pesth; deutsch von Vojd isek, Leipzig 1329, und von Paziazi ,
Pesth 1330), deren Zustand in Ungarn und England, und entwickelte
die Grundsatze derselben mit Anwendung auf ungar. Verhaltnisse. Als
1323 der Erzherzog - Palatin, als Protector, die Fundatoren der
ungar. Akademie nach Pesth berief, um unter Mitwirkung einer De-
putation von Gelehrten, dieselbe zu organisiren, nahm S. mit dem
Präses der Deputation, dem Grafen Ios. Teleki (s. d.) an diesem
Werke den thatigsten Antheil; ja, durch das Vertrauen seiner Collegen
im Directorium, wurde er den 17. Nov. 1830 zum Vicepräsidenten
der Akademie erwählt, diese Wahl seitdem jedes Jahr erneuert und je-
der dieser Wahlen die königl. Bestätigung ertheilt. Dasselbe Jahr er-
schien sein zweytes Werk, über den Credit (Mlel, Pesth 1830; deutsch von
Vojdisek, Leipzig 1820, und von P aziazi, Pesih 1830), welches
4Aufiagen erlebte. Dagegen schrieb Graf Ios. D.esseö'ffy sein „
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie