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Weitenweber.—Wickenburg, Math. Const. Graf v. 625
Mimmorgan und Spielvertnägen mehr zur deutschen und altern fran-
zösischen, als zur italienischen Oper. Er starb den 16. März 1823 in
Döol ing.
Weitenweber, wi l l ) . Rud., Dr. der Medicin, und practischer
Ar^t in P r a g , ist den 1. Oct. 1804 zu Prag geboren. Nach treffli-
cher häuslicher Erziehung besuchte er das Kleinseitner Gymnasium und
bezog im 16. Jahre die Universität. Nebst den philosophischen Wissen-
schaften widmete er sich mit Vorliebe der Botanik und später den prac-
tischen Zweigen der Heilkunde. Nachdem W. die strengen Prüfungen
bestanden hatte, wurde er den 10. Febr. 1830 zum Doctor der Medicin
pvomooirt, bey welcher Gelegenheit er eine 8/nop5l8 t^krium ctpllleA-
M25lai-um (Prag 1830) herausgab. Schon nach einigen Monathen
ward ihm das Stadlphysikat der konigl. Kreisstadt Elbogen anver-
traut. Doch im September 1833 kehrte W., um nicht von den literar.
Quellen so ganz isolirt^zu seyn, wieder nach Prag zurück, wo er seit-
dem der Stä1l>:praxis lebt und ein ehrendes Attrauen des Publicums ge-
nießt. Hier erschien vdn ihm die Schrift: Über den arabischen Kaffeh,
1835, unveränderte Ausgabe, 1837. Dann unternahm er in Verbin-
bindung mit mehreren bobm. Ärzten und Naturforschern die Herausgabe
von „Beyträgen zur gesammten Natur- und Heilwissenschaft," 1. Bd.
in 3 Heften, Prag 1836, 2. Bd., 1. Heft, 1837 (mit Abbildungen),
welche er zeitweilig fortzusetzen gedenkt. Zerstreute Auffatze von ihm sind
in Clarus's und Radius's Beyträgen zur medic. Klinik, in Bast-
ler's Gesundheitszeitung, in den ökonomischen Neuigkeiten und Ver-
handlungen u. s. w. In Anbetracht seiner wissenschaftlichen Bestrebun-
gen wurde er von der konigl. botanischen Gesellschaft zu Regensburg,
von der Gesellschaft für Nacur- und Heilkunde zu Dresden, von der
tönigl. philosophisch-mcdicin. Gesellschaft zu Würz bürg, von der me-
dicin. Gesellschaft zu L e ip zig> vom pharmaceutischen Verein zu Mün-
chen u. s. w. theils zum Ehrenmitglieds, theils zum Correspondenten
ernannt. Gegenwärtig sammelt W. Materialien zu einer umfassenden
Literatur über die Heilquellen Böhmens, Mährens und Schlesiens.
West, Catl August, und West, Thomas, s. Schreyvo-
gel (im Hauptwerk).
Wickenburg, die Grafen. Dieses Geschlecht erhielt 1715 den
Freyherrnstand und wurde 1813 in den Grafenstand erhoben. Es
stammt von dem uralten venetianischen Hause Capello ab. Einer der
Vorfahren kam vor 200 Jahren mit einem Herzoge von Braunschweig
/(der ihn wegen seiner kleinen Gestalt Capel l ini nannte) nach Nord-
deutschland. Hier und zwar in Hannover kaufre derselbe das Gut Wi -
ckenburg, dessen Nahmen er von jener Zeit an nebst seinem Familien-
nahmen führte, welcher auch auf seine Nachkommen überging; andere
von ihm erkaufte Güter wurden von leinen Nachfolgern wieder veräu-
ßert, die dafür in Schlesien und Österreich Besitzchümer erwarben.
Wickenburg, Mathias Constantin Graf v. , Herr der
Herrschaften Walsee, Ulmerfe ld, Hagberg und Krenstetten
in Österreich, d,ann des Gutes Lande rshoven im Großherzogthnme
Niederrhein; k. k. geh. Rath und Gouverneur des HerzogthumsSteyer-
Oesterr. Nat. Encykl. Vd. Vl. 40
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie