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Wilczek, die Grafen. — wimmer, Iac. Freyh. v. 627
hendes Denkmal sichern. Die Hauptstadt Grä'tz aber insbesondere muß
in ihm, unter dessen Leitung viele der wohlthätigsten-Institute, wie die
Taubstummen - Lehranstalt / das Arbeitshaus, die Kleinkinherwartan-
stalt :c. in das Leben getreten sind, den Schöpfer jener vielseitigen Um-
stalbungen und Verschönerungen erkennen, welche zur wahren Zierde
gereichen und unter welchen die herrliche, unter seiner Bürgschaft ent-
standene Kettenbrücke über die Mur eine bedeutende Stelle einnimmt.
Dem Kaiser Ferdlnand waren seine Verdienste ebenfalls wohlbe-
kannt, und gleich nach seines erhabenen Vaters Tode, verlieh er ihm
die'geh. Rathswürde und wenige Monathe spater, nähmlich im Iuly
1335, erfolgte seine Ernennung zum Gouverneur.
"* wilczek, die Grafen. Friedr. Graf v. W. ward 1336 Eh-
renmitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien. Im
September dess. Jahres erhielt er den Orden der eisernen Krone 1.
Classe. 5 li
. wildeck, alterthümliches, M erhaltenes Schloß imV.U.W.W.,
auf einem ziemlich hohen, von 3 Seiten freyen Felsen von rothem
Marmor, in äußerst angenehmer Waldgegend. Nahe dabey ist das kleine
Dörfchen Neu weg mir nur einigen Häusern in einer Thälschlucht. Auf
der sogenannten Brandwiese über dem Orte genießt man eine herrliche
Aussicht über das Gebirge. < ''-' — .....
^ wimmer, AlbrechtAugustGottliebDan., istden20.Aug.
1791 in Wien.qeboren. Alsvaler- und mutterlose Waise verließ er Wien
und ging nach Schemnitz in Ungarn,'wo er als Alumnist seine müh-
same Laufbahn antrat. Später als Hauslehrer erwarb er sich kümmerli-
chen Unterhalt. Er studirte in Schemnitz, Osgyän, Eperies,
Neusohl und Oden bürg. Nach vollendeten Gymnasialstudien nahm
er eine Hauslehrerstelle in Oberungarn an, wo' er sich so viel erwarb,
um die UniversitatIena beziehen zu können. Von da zurückgekehrt, lebte
er ein Jahr zu Oden bürg, wo ihm sein Predigertalent bald Auf-
merksamkeit und Freunde verschaffte. Mir Anfang 1318 wurde er als
Vicar nach Ober-Schützen imEisenburgerComitat berufen, und als
der dortige Pfarrer bald darauf starb, einstimmig zum Pfarrer erwählt.
Hierwidmete er sich gleich literarischen Arbeiten, undgab 1823heräus: Ge-
bethbuch für evangelische Christen; 1829: Liturgie für die evangelische
Kirche; dann bearbeitete er Humboldt's Reifen für die Jugend in 4
Bänden (Wien 1830). Später nahm er an der Bearbeitung der S ch ü tz'-
schen Erdkunde Theil, von welcher er den I.j 2., 9., 10., 11., 12.,
29. und 30. Band lieferte. Ferner schrieb er: Die Enthüllung des Erd-
kreises, oder Geschichte der geographischen EMeckimgen, 5 Bde., Wien
1834. — Hausaltar christlicher Andacht, ein Gebeth- und Erbauüngs-
buch, Güns 1335. —1332 vertauschte er feine Stelle mit der Prediger-
stelle in Modern.
wimmer, Iac. Freyh. v., war den 25. Jan. 1754 zu Prag
geboren. Er wurde von den Jesuiten in den Humanitätswiffeltschaften
unterrichtet. Seine Vorliebe für den Soldatenstand machte, daß er,
ein kraftvoller entschlossener Jüngling, schon zeitig als Cadet bey dem
damahls Fürst Ulrich Kinsty'schen Infanterie-Regiments eintrat,
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Volume 6
- Title
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Subtitle
- Buchstabe W-Z
- Volume
- 6
- Authors
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Publisher
- H. Strauß
- Location
- Wien
- Date
- 1835
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.3 x 22.0 cm
- Pages
- 668
- Keywords
- Nachschlagewerk, Biografien
- Categories
- Lexika National-Enzyklopädie