Page - 180 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Tabelle 42: Durchschnittliche Bruttoeinkünfte im Sektor Gesundheits-,
Veterinär- und Sozialwesen in Euro (in KKP)
Länder 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Föderation Bosnien und
Herzegowina** - - - - - -
Kroatien*** 1.501 1.467 1.473 1.470 1.533 1.618
Österreich •103 - - 1.458 1.498 1.402 1.394
Polen*** 714 774 811 835 853 887
Tschechische Republik*** 718 797 908 994 1.008 1.043
Slowakei*** 509 555 639 634 631 685
[Quellen: • Der Rechnungshof 2004, 58f.; Der Rechnungshof 2006, 124f.; * •
Federalni Zavod Za Statistiku 2007; • • • Gligorov et al. 2007; wiiw 2007] 2006
1.175
1.706
-
974
1.158
752
Ausgebend von Tabelle 41, die die durchschnittlichen Bruttomonatsein-
künfte für alle Branchen anführt, wird in Tabelle 42 dies nur für den Sektor
Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen getan. Auch hier ändert sich am
Bild sehr wenig. In Kroatien verdienen die Personen am meisten, in der Slo-
wakei am wenigsten. Auffallend ist vor allem, dass in den südlichen Nach-
barländern die Personen in diesem Sektor mehr als den über alle Branchen
durchschnittlichen Bruttomonatslohn verdienen. Dies trifft nicht für die an-
deren vier Länder zu.
„Health workers in many of the East European countries now depend for
their living on tips" [Walgate 2002, 421]. Ausgehend von dieser Aussa-
ge könnte man meinen, dass das Gesundheitspersonal einen sehr geringen
Lohn für seine Tätigkeiten bekommt. Die meisten Informationen zu Gehäl-
tern gibt es für Polen. So wurde gemeldet, dass in Polen Pflegekräfte und
Hebammen im Jahr 2001 aufgrund der niedrigen Löhne streikten und ein
Gehalt von mindestens 1400 Zloty forderten. Laut diesem Bericht verdien-
ten Pflegekräfte im Monat rund 700 Zloty brutto - umgerechnet 190 Euro.
103 Diese Zahlen können nur bedingt als Vergleich herangezogen werden. Diese Daten
wurden auf Basis der durchschnittlichen Bruttoeinkünfte unselbstständig tätiger Per-
sonen ohne Sonderzahlungen kaufkraftbereinigt berechnet. (Im Jahr 2005 waren
in Österreich 219.609 Personen in diesem Zweig unselbstständig und nur 16.106
Personen selbstständig tätig. [Der Rechnungshof 2006, 125 und 173]) Die Daten
für Österreich werden jedoch im Gegensatz zu den Ländern Polen, Tschechische Re-
publik und der Slowakei nicht vollzeitäquivalent angegeben. Für das Land Kroatien
und den Teilbereich Förderation Bosnien und Herzegowina wurden keine Definitio-
nen angeführt.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien