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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Slowakei und 4 % aus der Tschechischen Republik. Damit decken diese fünf Länder 23,5 % der Herkunftsländer ab. Vergleicht man diese Zahlen mit den Daten, die in Österreich in Krankenanstalten und Alten- und Pflege- heimen betreffend Pflegekräfte erhoben wurden (siehe Kapitel 5), so lassen sich eindeutig Unterschiede erkennen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass rund 41 % der Pflegekräfte in den fünf Herkunftsländern ausgebildet wur- den. Damit zeigt sich bei der ersten Betrachtung ein deutlicher Unterschied zwischen den Herkunftsländern von Migrantinnen allgemein und jenen von Pflegekräften. Dieser muss jedoch nach dem Gesichtspunkt berichtigt wer- den, dass die Analyse von Pflegekräften auch Pendlerinnen beinhaltet und sich vor allem die Nähe zur Slowakei und der Tschechischen Republik in den Daten niederschlägt und daher ein direkter Vergleich mit den allge- meinen Daten nicht möglich ist. Die Daten, die in den Tabellen 27 und 28 präsentiert werden, zeigen auf, dass in bestimmten Bundesländern beson- ders viele Pflegekräfte aus einem gewissen Herkunftsland tätig sind. Dies ist beispielsweise in Niederösterreich der Fall, wo 37 % der Pflegekräfte aus der Slowakei kommen. Die allgemeinen Daten und jene, die in Kapitel 5 zu Pflegekräften präsentiert wurden, sind bereits ein Indikator für soziale Netz- werke als möglicher Faktor bei der Wahl der Migranten für einen Zielort. Diese Sichtweise soll nun anhand der selbst erhobenen Daten, die bereits in Kapitel 5 vorgestellt wurden, im Detail diskutiert werden. Diese Daten beinhalten Informationen zu einzelnen Einrichtungen und ihren Beschäftig- ten, wobei im Detail vor allem nach der Anzahl an beschäftigten Pflegekräf- ten, die im Ausland ausgebildet wurden, gefragt wurde. Dieser Fragebogen wurde an Krankenanstalten und Alten- und Pflegeheimen in ganz Öster- reich ausgesendet. Den Ausgangspunkt der Analyse bilden nun jene 311 zurückgesendeten und plausibilisierten Fragebögen108 (siehe Kapitel 5.3.4), die bereits in die Analyse in Kapitel 5 eingingen. Bevor im Detail auf die ein- zelnen Bundesländer und Herkunftsländer eingegangen wird, soll ein Über- blick über ganz Österreich und die Zuwanderung aus allen fünf Herkunfts- 108 Diese 311 Fragebögen beinhalten Daten zu 342 Einrichtungen (siehe Tabellen 20 und 23). Die Analyse beinhaltet mehrere Fragebögen, die für mehr als eine Ein- richtung ausgefüllt wurden, da sie zusammengehören. Es wird davon ausgegangen, dass - auch aufgrund der geografischen Nähe dieser Einrichtungen - in diesen Fällen soziale Netzwerke über alle Häuser hinweg bestehen. Somit werden die Fragebögen jeweils als eine Einrichtung gezählt. 190
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Title
Pflegekräftemigration nach Österreich
Subtitle
Eine empirische Analyse
Author
Maureen Lenhart
Publisher
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Date
2010
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Size
14.8 x 21.0 cm
Pages
304
Category
Medizin
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