Page - 213 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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in Österreich - eingegrenzt auf die fünf Länder - im Pflegebereich 91 %
Frauen und 9 % Männer tätig.
Abschließend soll an dieser Stelle auf die Verteilung bezüglich Arbeitsort
und Berufsausübung in Österreich eingegangen werden. Ausgehend von den
272 Pflegekräften in der Stichprobe, hat eine keine Angaben zum heutigen
Arbeitsplatz gemacht, 93 sind in einer Krankenanstalt tätig und 178 in ei-
nem Alten- oder Pflegeheim. Diese Personen sind zum Großteil (rund 94 %)
im Bereich der gehobenen Dienste für Gesundheits- und Krankenpflege tätig.
Zwei Personen machten keine Angabe, jeweils eine Person ist als diplomierte
Physiotherapeutin und eine als Hebamme tätig. Sechzehn weitere Personen
arbeiten im Bereich der Pflegehilfe. Dies spiegelt auch in etwa die Verteilung
der Berufe wider, zu denen sich die Personen in den Herkunftsländern aus-
bilden ließen. Man kann daher darauf schließen, dass Pflegekräfte aus dem
Ausland stets um vollständige Nostrifikation beziehungsweise Berufszulas-
sung ansuchen und nicht einen geringer qualifizierten Beruf wählen. Eine
Ausnahme bilden lediglich zwei Personen, die in ihrer Heimat als Ärztinnen
ausgebildet wurden und heute in Österreich im Bereich der Pflegehilfe tätig
sind. Auch wenn ursprünglich von der Definition ausgegangen wurde, nur
jene zu befragen, die in ihrer Heimat im Bereich der gehobenen Dienste
für Gesundheits- und Krankenpflege und Pflegehilfe ausgebildet wurden, so
werden diese Personen trotzdem in die Analyse aufgenommen, da die meis-
ten von ihnen heute in Österreich in einem Pflegeberuf oder sehr ähnlichen
Beruf tätig sind.
Ausgangspunkt der Analyse wird in dieser Arbeit die Trennung von Pend-
lerinnen und permanent migrierten Pflegekräften bilden, da sich die we-
sentlichen Lebensmittelpunkte voneinander unterscheiden. Letztere Gruppe
wird des Weiteren aus einer zeitlichen Perspektive - Pflegekräfte, die vor
historischen Brüchen in ihrem jeweiligen Heimatland, und jene, die nach
dieser Zeit migrierten - und einer regionalen Perspektive - die südlichen
Herkunftsländer werden den nordöstlichen Herkunftsländern gegenüberge-
stellt - betrachtet.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien