Page - 225 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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den von Pflegekräften aus Polen, 17 Fragebögen von Pflegekräften aus der
Tschechischen Republik und 41 Fragebögen von Pflegekräften aus der Slo-
wakei retourniert. Die Ergebnisse in Tabelle 63 zeigen, dass für diese Gruppe
der wichtigste Grund für die Migration die „besseren Verdienstmöglichkei-
ten in Österreich" waren. Ebenfalls Einfluss auf die Entscheidung nahmen
die „Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen", und die „besseren Arbeits-
möglichkeiten in Österreich". Damit zeigt sich, dass innerhalb der ersten
sechs wichtigsten Gründe für Migration vorrangig ökonomische Faktoren
- direkt und indirekt - eine wesentliche Rolle spielten. Auf deren Bedeutung
weisen auch der Median und der Modus hin.
Tabelle 63: Die sechs wichtigsten Gründe permanent migrierender
Pflegekräfte aus der Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen laut
Mittelwert
Gründe für Migration Mittelwert Median Modus
Bessere Verdienstmöglichkeiten in Österreich 4,02 5 5
Möglichkeit, eine Fremdsprache zu lernen 3,91 5 5
Bessere Arbeitsmöglichkeiten in Österreich 3,57 4 5
Besserer Lebensstandard in Österreich 3,54 4 5
Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen 3,46 4 5
Möglichkeit, in einer Krankenanstalt in Österreich
zu arbeiten 3,26 4 5
[Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 82 im Anhang)
Tabelle 64: Mittelwerte der Faktoren {permanente Wanderung aus der
Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen)
Faktoren Mittelwert
Faktor 2: Berufliche und finanzielle Perspektiven 3,255
Faktor 1: Positives Arbeitsumfeld 3,018
Faktor 3: Soziales Netzwerk 2,627
Faktor 4: Politische Situation 2,295
Faktor 5: Chancen für die Familie 2,053
[Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 83 im Anhang]H0
140 Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse; Rotationsmethode: Varimax (18
Iterationen), Kaiser-Normalisierung (Eigenwert > 1) und paarweiser Fallausschluss;
Maß der Stichprobeneignung nach Kaiser-Meyer-Olkin: 0,804.
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Pflegekräftemigration nach Österreich
Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien