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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Durch die Faktorenanalyse kam es zu einer Reduktion auf fünf Faktoren. Damit konnten 70,68 % der Varianz erklärt werden. Aufgrund der zu vielen fehlenden Angaben wurden vier Variablen141 aus der Analyse ausgeschlossen. Eine weitere Variable - ,,(Ehe-)Partnerln lebte bereits in Österreich" - wur- de aufgrund der Prüfgröße „measure of sampling adequacy" [vgl. Backhaus et al. 2006, 276] unter dem Kaiser-Meyer-Olkin-Kriterium ausgeschlossen. Eine weitere Variable - ,,Freundlicher Empfang in Österreich" - lud auf keinen Faktor eindeutig. Auch hier zeigt sich wieder, dass die politische Si- tuation142 einen wesentlichen Einfluss auf die Situation genommen hat. Auf den ersten Faktor (beruf/,iche und finanzielle Perspektiven und positives Ar- beitsumfeld) luden neun Variablen, vor allem ökonomische. Erneut hat sich gezeigt, dass das soziale Netzwerk eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Tabelle 66: Mittelwerte der Faktoren {permanente Migration aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien) Faktoren Mittelwert Faktor 4: Politische Situation 4,355 (3,767) Faktor 1: Berufliche und finanzielle Perspektiven und positives Arbeitsumfeld 3,312 Faktor 2: Chancen für und Unterstützung durch die Familie 2,917 Faktor 3: Soziales Netzwerk - Kollegen und Bekannte 2,405 [Eigene Berechnungen, siehe auch Tabelle 85 im Anhang)143 Analyse der Gründe temporär migrierender Pflegekräfte Im ersten Teil der Analyse auf Mikro-Ebene wurde der Fokus auf die per- manent migrierenden Pflegekräfte gerichtet. Diese Ergebnisse werden im Folgenden den Gründen für die Migration temporär migrierender Pflege- 141 Vier Variablen: ,,Möglichkeit, in einem Alten-/Pflegeheim in Österreich zu arbeiten", ,, Verfolgung im Heimatland", ,,Andere Familienangehörige [außer (Ehe-)Partnerln] lebten in Österreich", ,, Unterstützung durch meine Kollegen in der Heimat". 142 Auf diesen Faktor lud auch sehr schwach die Variable „Diskriminierung in der Hei- mat". Es wurden daher beide Mittelwerte mit und ohne (in der Klammer) diese Variablen angeführt. 143 Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse; Rotationsmethode: Varimax (32 Iterationen), Kaiser-Normalisierung (Eigenwert > 1) und paarweiser Fallausschluss; Maß der Stichprobeneignung nach Kaiser-Meyer-Olkin: 0,852. 227
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Title
Pflegekräftemigration nach Österreich
Subtitle
Eine empirische Analyse
Author
Maureen Lenhart
Publisher
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Date
2010
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Size
14.8 x 21.0 cm
Pages
304
Category
Medizin
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