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Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse
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Page - 242 - in Pflegekräftemigration nach Österreich - Eine empirische Analyse

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Der Vorteil liegt vor allem in der Gegenüberstellung von hypothetischen Situationen, die darauf schließen lassen, unter welchen Bedingungen Pfle- gekräfte Österreich als Arbeitsort wählen würden. Die zweite Frage kon- zentriert sich auf mögliche weitere Gründe, deren Bedeutung die Individuen anführen. Diese Frage wird deskriptiv-statistisch mithilfe von Berechnungen von Mittelwert, Modus und Median analysiert. Die beiden Vorgehenswei- sen komplettieren einander, sodass schließlich die Schlussfolgerungen über mögliche Entwicklungen in der Zukunft gezogen werden können. Der erste Teil der Ergebnisse, die nun folgend vorgestellt werden, basiert auf der hypothetischen Frage, unter welchen Bedingungen Pflegekräfte in Öster- reich oder der Slowakei tätig werden. Insgesamt wurden die beiden Länder Österreich und die Slowakei durch sechs Attribute beschrieben. Im Kapitel 6.3.1 wurde dieser Datensatz bereits ausführlich untersucht. Die Ergebnis- se des multinomialen Logit-Modells, das diese sechs Attribute beinhaltet, werden in den Tabellen 72 und 73 dargestellt. Betrachtet man das Pseudo R2 dieses Modells, so zeigt sich, dass hier von einer guten Modellanpassung gesprochen werden kann. [vgl. unter anderen Backhaus et al. 2006, 449] Das Modell beinhaltet die Auswahlmöglichkeiten Österreich, Slowakei und die Optout-Variante (beide oder keines von beiden).160 Die Auswahlmöglichkeiten Österreich, Slowakei und die Optout-Variante werden von den Pflegekräften sehr unterschiedlich beurteilt. So wird die Slowakei als Option viel positiver bewertet als Österreich (siehe Tabelle 73 - Auswertung II). Des Weiteren muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Optout-Variante sehr oft von den Pflegekräften gewählt wurde und daher den höchsten Wert aufweist (siehe Tabelle 72 - Auswertung 1). Zu- sätzlich zeigt sich, dass in Tabelle 73 der Koeffizient der Attribute sowohl von der Slowakei als auch von Österreich (bei Optout als Bezugspunkt) negativ ist. Dies kann ebenfalls auf die oftmalige Wahl der Optout-Variante zurückgeführt werden (siehe Tabelle 73). Zum Grund für die häufige Wahl dieser Alternative können nur Vermutungen angestellt werden. Einer da- von könnte Unentschlossenheit sein. Eine weitere Möglichkeit für die Wahl könnte in einem anderen Zielland bestehen. 160 An dieser Stelle wird die einfachste Form des Modells dargestellt. Soziodemografi- sche Angaben wurden nicht in die Analyse aufgenommen. 242
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Pflegekräftemigration nach Österreich Eine empirische Analyse
Forschungsergebnisse der Wirtschaftsuniversität Wien
Title
Pflegekräftemigration nach Österreich
Subtitle
Eine empirische Analyse
Author
Maureen Lenhart
Publisher
PETER LANG - Internationaler Verlag der Wissenschaften
Date
2010
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
ISBN 978-3-631-75391-0
Size
14.8 x 21.0 cm
Pages
304
Category
Medizin
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