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Pflegeroboter aus Sicht der Geriatrie
Touchscreen, automatischer Spracherkennung sowie Text-zu-Sprache- und Gesten-
Erkennungsinterface. Als Funktionen wurden Unterhaltungs- und Erlebniselemente
(Musik, Radio, Audiobücher, Spiele, vorinstallierte Internetdienste, Fitnessfunktionen)
angeboten, verschiedene Erinnerungsfunktionen (z. B. Medikamenteneinnahme), Kom-
munikationsmöglichkeiten (Videotelefonie, Zugang zu Ambient-Assisted-Living-[AAL]-
Umgebungen, Ruftasten) und Notfallfunktionen einschließlich automatischer Sturz-
erkennung auf Basis von Bildanalyse aus mehreren Perspektiven und bei Notfall- oder
Sturzverdacht Dialogfunktionen mit Eskalationsalgorithmen zur allfälligen Verifizierung
des Ereignisses, bevor ein externer Alarm abgesetzt wird. Außerdem verfügte HOBBIT
über verschiedene Prozeduren im Sinne der Sturzprävention (kleinere Gegenstände vom
Boden aufheben und/oder transportieren, Objekte suchen, wie vom Nutzer program-
miert), siehe dazu auch Videoclip (v4racintuvienna vrt.).
Unsere in Wiener Privatwohnungen durchgeführte Feldstudie umfasste sieben alleine
lebende Nutzer (sechs Frauen, ein Mann) mit einem Durchschnittsalter von 79 Jahren
(75 bis 88 Jahre). Die Einsatzzeit pro Nutzer umfasste mindestens 3 Wochen, womit
wir über Erfahrungen des Langzeiteinsatzes von HOBBIT in Privathaushalten über rund
5 Monate verfügen. Fünf der Teilnehmer hatten in den vorangegangenen zwei Jahren
mäßige bis schwerere Mobilitätsprobleme, zwei hatten bereits davor Stürze zu Hause,
bei denen Fremdhilfe notwendig geworden war (Pripfl 2016). Die Evaluation erfolgte
Abb. 6.2 HOBBIT Prototyp 2
in einer Privatwohnung
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