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118 C. Gisinger
mittels qualitativer Interviews vor, unmittelbar nach dem Einsatz von Hobbit sowie
einige Wochen später. Die Funktionen, Gegenstände vom Boden aufheben und trans-
portieren, Notfälle erkennen und Erinnerungsmeldungen einstellen zu können, wur-
den positiv bewertet. Ebenfalls positiv war die Beurteilung von Usability und intuitiver
Handhabung. Negative Rückmeldungen bezogen sich auf die mangelnde Robustheit
des Prototyps mit häufigen Fehlfunktionen, Probleme mit der automatischen Notfall-
erkennung (zu viele falsch positive Ereignisse) und die generelle Langsamkeit des
Systems (niedrige Fahrgeschwindigkeit und langsamer Greifarm), was sowohl mit
Sicherheitsbedenken als auch mit mechanischen, technischen und finanziellen Limitie-
rungen bei der Prototypentwicklung zu tun hatte. Ebenfalls kritisch bewertet wurde die
Unverlässlichkeit der Sprach- und Gesteneingabe, weswegen überwiegend der Touch-
screen zur Verwendung kam. Die generelle Einstellung zu Robotern wurde mittels der
Negative Attitudes Towards Robots Scale (NARS) (Nomura et al. 2006) ermittelt und
zeigte nur in einer von mehreren Subkategorien („negative attitude toward emotions
in interaction with robots“) einen grenzwertig signifikanten Anstieg, während sich das
Sicherheitsgefühl mittels einer gekürzten Version der Falls Efficacy Scale (FES) (Yardley
et al. 2005) nicht verändert hat.
Abb. 6.3 STRANDS
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