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242 H. Becker
Je nachdem, welches Akzeptanzverständnis zugrunde liegt, wird Akzeptanz entweder
als Befürwortung oder aktives Engagement für bzw. Nutzung einer Technik angesehen.
Ein enges Verständnis postuliert z. B. Lucke (1995, S. 106, zitiert nach Schäfer und
Keppler 2013, S. 14). Demnach sind akzeptierte Technologien nur „diejenigen, mit
denen der Umgang so selbstverständlich und für relevante gesellschaftliche Gruppie-
rungen gleichsam ‚natürlich‘ geworden ist, sodass ihre Nutzung nicht mehr eigens
begründet zu werden braucht und stattdessen die Nicht-Nutzung Befremden auslöst“.
Andere Autoren sehen Akzeptanz bereits gegeben, wenn eine positive Bewertung einer
Technik vorliegt (z. B. Huijts et al. 2012, zitiert nach Schäfer und Keppler 2013, S. 14).
Eine weitere Dimension, die auch als Teil der Einstellungsdimension angesehen wer-
den kann, ist die normative oder Wertedimension. Demnach kann die Technologie ent-
weder akzeptiert werden, weil sie den Normen und Werten einer Person entspricht oder
obwohl sie dieser zuwiderläuft.
Je nachdem, von welcher Akzeptanzdefinition Forschende ausgehen, werden Stu-
dien unterschiedlich durchgeführt. Häufig sind Studien zu finden, die Einstellungen
bestimmter Gruppen, z. B. älterer Menschen oder Gesundheitsfachpersonen, gegen-
über einer hypothetischen Nutzung von Robotik durch Befragungen untersuchen.
Diese Studien sagen jedoch nichts darüber aus, ob die befragten Personen einen Robo-
ter tatsächlich kaufen oder nutzen werden. Studien, die die Handlungsdimension im
Zusammenhang mit Robotik in der Gesundheitsversorgung untersuchen, sind seltener.
13.6.2 Einflussfaktoren
In Studien wurde mehrfach untersucht, welche Faktoren die Akzeptanz von Robotik in
der Gesundheitsversorgung beeinflussen. Dabei werden häufig einzelne Faktoren oder
eine Kombination von Faktoren untersucht.
Grundsätzlich kann man die Faktoren in verschiedene Gruppen einteilen (Broadbent
et al. 2010; Schäfer und Keppler 2013):
• Faktoren der Nutzenden (Individuen oder Gruppen)
• Kontextfaktoren
• Faktoren des Roboters und seiner Funktion
Als Faktoren, die die Nutzenden betreffen, werden allgemein genannt (Schäfer und
Keppler 2013, S. 26):
• Einstellungen und Haltungen
• Persönliche Normen und Wertvorstellungen
• Emotionen
• Soziodemografische Faktoren wie Alter, Geschlecht, soziale Klassen, Bildung und Beruf
• Erfahrungen
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