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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Lisa Schilhan, Karin Lackner166 Die ganz erheblichen disziplinspezifischen Unterschiede in der Datenerhe- bung, den Datenformaten, den notwendigen Metadaten, der Datenmenge, aber auch dem Verhältnis bzw. der Beziehung der oder des Forschenden gegenüber ihren oder seinen Daten ist dabei zu berücksichtigen. Die Evaluation diskursrelevanter Quellen und Literatur ist ein wesentli- ches Merkmal wissenschaftlicher Qualität. Die Qualität der zitierten Litera- tur, und im Besonderen deren Abdeckung, belegt die sorgfältige Analyse des Themas und spiegelt sich in der Qualität des eigenen Beitrags wider. Wird relevante Literatur, die einen anderen Standpunkt der eigenen These ver- tritt, bewusst weggelassen, kann dies den Anschein wecken, den Diskurs zu scheuen. Der sorgfältige Umgang mit zitierter Literatur zeigt sich im Besonderen in der richtigen Anwendung von Zitierregeln, um nicht in die Gefahr des Plagiatsverdachts zu geraten. Die Qualitätssicherung muss hier besonders sorgfältig durchgeführt werden, da eine wissenschaftliche Karriere durch einen Plagiatsfall großen Schaden erleiden kann.7 Ebenso wirft ein Plagi- atsfall einer Wissenschaftlerin bzw. eines Wissenschaftlers ein schlechtes Licht auf die gesamte Forschungsinstitution. Darüber hinaus stellen Plagia- te auch einen strafrechtlich relevanten Urheberrechtsverstoß dar, sofern die gesetzliche Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers oder der Urheberin noch nicht abgelaufen ist. Zu Urheberrecht und Schutzfristen sie- he den Beitrag »Urheberrecht und offene Lizenzen« in diesem Band. Mittlerweile führen viele Verlage und Zeitschriften unmittelbar nach Einreichung eines Papers eine automatisierte Plagiatsprüfung durch, noch bevor gegebenenfalls ein Editorial Review oder Peer Review eingeleitet wird, und behalten sich im Falle eines Plagiatsverdachts weitere Schritte vor. So werden beispielsweise beim Verlag Elsevier automatisch alle eingereichten Papers mit einer Plagiatssoftware überprüft8 und gegebenenfalls die Ins- titution, an der die bzw. der Forschende beschäftigt ist, durch den Editor 7 Beispiele für Plagiatsfälle: Fall Mathiopoulus (https://de.wikipedia.org/wiki/Margarita_ Mathiopoulos) und Fälle an der Universität Münster (siehe Spiegel-Online Artikel »Uni Münster entzieht acht Medizinern den Doktortitel« vom 27.02.2017, https://www.spiegel. de/lebenundlernen/uni/uni-muenster-entzieht-acht-medizinern-wegen-plagiaten-den- doktortitel-a-1136469.html), zuletzt geprüft am 12.03.2020. 8 Siehe https://www.elsevier.com/editors/perk/plagiarism-complaints/plagiarism-detection, zuletzt geprüft am 13.01.2020.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Title
Publikationsberatung an Universitäten
Subtitle
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Authors
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Publisher
transcript Verlag
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
398
Keywords
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Category
Medien
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