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Astrid Höller, Christian
Kaier218
und Forschung beträchtlich. Derartige Rankings wirken sich auf die wissen-
schaftliche Reputation ganzer Länder und einzelner Institutionen, auf die
Vergabe finanzieller Ressourcen, aber auch auf ihre Attraktivität für For-
schende und Studierende aus. Ihre Bedeutung lässt sich auch daran ablesen,
dass die österreichische Universitätenkonferenz dazu ein Vademecum ver-
öffentlichte.3 Als relevanteste Rankings werden in diesem Papier das Times
Higher Education World University Ranking (THE-Ranking), das QS World
University Ranking, das ARWU Academic Ranking of World Universities
(Shanghai Ranking), das Leiden Ranking und das U-Multirank ausführlich
betrachtet.
Das Vademecum weist allerdings darauf hin, dass die Aussagekraft der-
artiger Rankings nicht überschätzt werden dürfe, da die Datenbasis – da-
runter bibliometrische Datenbanken wie Web of Science und Scopus – sel-
ten transparent und neutral, zum Teil sogar qualitativ fragwürdig sei. Der
Bedarf an Orientierung über Leistungsindikatoren und an Rankings als Ent-
scheidungsgrundlage für Politik und Management ist offensichtlich groß,
umso mehr sollte man sich auch der Schwächen dieser Instrumente bewusst
sein.
Wie bereits erwähnt, kommen auch bei der Evaluierung von Forschungs-
aktivitäten unter anderem bibliometrische Kennzahlen zur Anwendung.4
Entsprechende Auswertungen werden häufig von Abteilungen für Leistungs-
management, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung etc. auf Basis von
Daten aus institutionellen Forschungsdokumentationssystemen erstellt.
Allerdings wird die Anwendung bibliometrischer Indikatoren zur Leis-
tungsmessung in vielerlei Hinsicht kritisiert, da diese lediglich quantitative
Messungen, aber keine inhaltliche Bewertung von Forschungsergebnissen er-
3 Arbeitsgruppe Hochschulrankings der Österreichischen Universitätenkonferenz, Hg.,
Internationale Hochschulrankings und ihre Bedeutung für die österreichischen Universitäten: Vade-
mecum (Wien: Österreichische Universitätenkonferenz, 2017), https://uniko.ac.at/projekte/
rankings/, zuletzt geprüft am 12.03.2020.
4 In einer Umfrage der European University Association gaben 82 % der Teilnehmenden an,
dass Metriken, die die Forschungsergebnisse anhand der Anzahl der Veröffentlichungen
und Zitate messen, bei der Bewertung von Forschenden »sehr wichtig« oder »wichtig« sind.
Der Journal Impact Factor und der h-Index werden, obwohl seit langem kritisiert, mit Ab-
stand am häufigsten verwendet. Siehe Bregt Saenen et al., Research Assessment in the Tran-
sition to Open Science: 2019 EUA Open Science and Access Survey Results (Brüssel: Europ. Univ.
Assoc., 2019), https://eua.eu/resources/publications/888:research-assessment-in-the-tran
sition-to-open-science.html, zuletzt geprüft am 12.03.2020.
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Title
- Publikationsberatung an Universitäten
- Subtitle
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Authors
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Publisher
- transcript Verlag
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Size
- 14.8 x 22.5 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Category
- Medien