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Publikationsberatung an Universitäten - Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
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Bibliometrie als Thema in der Publikationsberatung 223 licher Metriken (»basket of metrics«), um die Unzulänglichkeiten einzelner Indikatoren auszugleichen, über die Forderung, quantitative Analysen nicht oder nur in Verbindung mit einer qualitativen Evaluierung etwa in Form von Peer-Review-Verfahren einzusetzen, bis hin zu einer Entkoppelung von Personalentscheidungen von bibliometrischen Indikatoren. Akademische Evaluation sollte sich demnach grundsätzlich auf eine Kombination aus bi- bliometrischen Methoden und Peer Review stützen. Insbesondere die Open- Science-Bewegung fordert eine Umstellung auf eine inhaltliche Analyse von Publikationen  – etwa durch Begutachtungen  – anstelle von Metriken wie dem Journal Impact Factor, die von vornherein nicht für eine Bewertung auf Personenebene entwickelt wurden und keine qualitative Analyse erlauben. Unter anderem setzen sich folgende Initiativen für einen verantwor- tungsvollen Umgang mit der Messung wissenschaftlicher Leistungen ein: • Die San Francisco Declaration on Research Assessment (2012), deren wichtigste Empfehlung lautet: »Do not use journal-based metrics, such as Journal Impact Factors, as a surrogate measure of the quality of indi- vidual research articles, to assess an individual scientist’s contributions, or in hiring, promotion, or funding decisions.«16 Die Deklaration wurde bis Dezember 2019 von fast 1.600 Organisationen und über 15.000 Ein- zelpersonen unterzeichnet. • Das Leiden Manifesto17 (2015) fordert unter anderem, dass qualitative Bewertungen durch Expertinnen und Experten die quantitative Bewer- tung unterstützen, dass das Publizieren in anderen Sprachen als Eng- lisch geschützt wird, Daten und Analyseprozesse transparent gemacht werden, falsche Genauigkeit des Impact Factors (mehr als eine Nach- kommastelle) vermieden18 und systemische Effekte von Indikatoren be- rücksichtigt werden sollten. 16 https://sfdora.org/ 17 Diana Hicks et al., »Bibliometrics: The Leiden Manifesto for Research Metrics«, Nature 520, Nr.  7548 (2015), doi:10.1038/520429a 18 Im Leiden Manifesto (siehe vorhergehende Fußnote) wird unter Punkt  8 darauf hinge- wiesen, dass der Journal Impact Factor zwar mit drei Nachkommastellen veröffentlicht wird, jedoch aufgrund der zufälligen Schwankungen bei Zitatzählungen Unterschiede in den Nachkommastellen beim Vergleich der Impact Factors mehrerer Zeitschriften nicht aussagekräftig sind. Die Empfehlung lautet daher, nicht mehr als eine Nachkommastelle zu berücksichtigen.
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Publikationsberatung an Universitäten Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Title
Publikationsberatung an Universitäten
Subtitle
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
Authors
Karin Lackner
Lisa Schilhan
Christian Kaier
Publisher
transcript Verlag
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5072-7
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
398
Keywords
Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
Category
Medien
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