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Michaela
Zottler350
3 Definition der Zielgruppen
Um Angebote und Services erfolgreich den richtigen Menschen zu kommu-
nizieren, ist eine Zielgruppendefinition zentral. Ohne die Zielgruppe zu ken-
nen ist es nicht möglich, auf die Bedürfnisse und Wünsche der potenziellen
Kundinnen und Kunden bzw. Nutzerinnen und Nutzer einzugehen. Ohne
definierte Zielgruppe weiß man nicht, was man wo und auf welche Weise
kommunizieren muss, um Angebote und Services zu vermarkten.
Das A und O bei der Definition von Zielgruppen ist es, sehr konkret und
detailreich zu arbeiten. Erwachsene von 20 bis 60 Jahren sind beispielswei-
se keine klar definierte Zielgruppe, da sich hinter dieser Personengruppe
ganz unterschiedliche Bedürfnisse verbergen. Je nach Angebot muss hier
beispielsweise eine Aufteilung in kleinere Altersgruppen, nach Geschlecht,
Interessen und bevorzugte Kommunikationskanäle stattfinden.
3.1 Zielgruppen differenzieren und beschreiben
Was bedeutet das nun für die Bewerbung publikationsunterstützender
Services an Universitäten? Universitätsbibliotheken im Generellen müssen
bereits sehr unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: Studierende, For-
schende und unter Umständen externe Nutzerinnen und Nutzer. Diese Ziel-
gruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse, auf die eingegangen werden
muss. In der Publikationsberatung schränkt sich dieses Feld allerdings weit-
gehend auf die Doktoratsstudierenden und Forschenden ein, da weder (Ba-
chelor- und Master-)Studierende noch externe Personen wissenschaftlich
publizieren müssen.
Bei genauer Betrachtung ist es aber nicht zielführend, Forschende als
eine einzige Zielgruppe zusammenzufassen. Je nach Position und Fach-
gebiet können sie einerseits unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche
an Beratungsangebote aufweisen, andererseits können sie auch auf unter-
schiedliche Weise erreichbar sein. Um die Gruppe der Forschenden in meh-
rere Zielgruppen aufzuteilen, sollte also darauf eingegangen werden, auf
welcher Stufe der Karriereleiter die Forschenden stehen und ob damit be-
stimmte Bedürfnisse verknüpft sind. PhD-Studierende, deren erste Publi-
kation bevorsteht, brauchen beispielsweise andere Hilfestellungen als Se-
nior Scientists, die bereits Routine im wissenschaftlichen Betrieb aufweisen.
Auch die Kommunikationsweise ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
Publikationsberatung an Universitäten
Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Title
- Publikationsberatung an Universitäten
- Subtitle
- Ein Praxisleitfaden zum Aufbau publikationsunterstützender Services
- Authors
- Karin Lackner
- Lisa Schilhan
- Christian Kaier
- Publisher
- transcript Verlag
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5072-7
- Size
- 14.8 x 22.5 cm
- Pages
- 398
- Keywords
- Wissenschaftliches Publizieren, Publikationsberatung, Bibliothek, Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Universität, Verwaltung, Wissenschaft, Bildung
- Category
- Medien