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132 REfLExIvER KoSMoPoLITANISMUS
3. Ist das Anklopfen, bevor man einen Raum betritt, ein Brauch?
4. Wenn es am Spielplatz zu einem Streit kommt, ist es üblich, zu versuchen, den
Streit zu schlichten?
5. Wenn du siehst, dass jemand gestürzt ist und sich verletzt hat, ist es dann üblich,
dieser Person zu helfen? Oder rufst du jemand anderen zur Hilfe?
6. Wenn eine Gruppe von Kindern beobachtet, dass zwei größere Kinder einem
kleineren etwas wegnehmen, ist es üblich, als Gruppe einzugreifen?
7. Sind Bräuche immer gut?
8. Sollten Mohameds Gäste die Bräuche und Rituale seiner Familie befolgen oder
sollte die Familie die Bräuche und Rituale der Gäste übernehmen?
9. Denkst du, dass das Waschen der Hände vor dem Essen ein Brauch, eine Ge-
wohnheit, ein Ritual oder eine hygienische Maßnahme ist? Könnten es alle vier
Dinge zugleich sein?
10. Welche Bräuche und Traditionen kennst du?
11. Woher kommen sie?
Übung: Feiern und Rituale
Rituale sind Handlungen mit einem bestimmten Symbolgehalt, die nach bestimm-
ten vorgegebenen Regeln ablaufen. Rituale können für eine Gesellschaft wie auch
für Individuen wichtig sein. Es gibt Rituale, die von vielen Mitgliedern einer Ge-
sellschaft praktiziert werden, und wieder andere, die spezifisch für wenige Men-
schen sind. Zum Beispiel kannst du einige Fußballspieler dabei beobachten, dass
sie ein Kreuzzeichen machen, wenn sie den Rasen betreten. Die meisten Spieler
tun dies allerdings nicht.
Gewohnheiten sind Verhaltensmuster, die wir angenommen haben und die wir,
ohne ihnen viel Aufmerksamkeit zu verleihen, nahezu automatisch ausüben. Wir
erwerben sie durch Einübung und sie können ein Teil unseres Charakters werden.
Unsere Persönlichkeit kann in einem großen Ausmaß als Resultat von Gewohnhei-
ten, die wir mit der Zeit entwickelt haben, gesehen werden.
I. Welche der folgenden Antworten würdest du wählen, welche würdest du zurückweisen?
1. Rockkonzerte sind (Entertainment) (Zeitvertreib) (Rituale) (heilige Handlungen)
(Partys).
2. Am Sonntag zur Messe, an Freitagen in die Moschee oder an Samstagen in die
Synagoge zu gehen, ist (eine Zeremonie) (ein Brauch) (eine Feier) (ein Ritual) (eine
heilige Handlung).
3. Paraden sind (Festivals) (Partys) (Kostümpartys) (Bräuche) (Feiern) (Zeremonien).
4. Das Abendessen zu Weihnachten ist (eine Familientradition) (eine Zeremonie) (ein
Brauch) (eine Feier) (einfach vorzubereiten) (eine Möglichkeit, viel zu essen).
5. Die Nationalhymne vor einem internationalen Match zu singen, ist (ein Ritual)
(eine Zeremonie) (ein Brauch) (eine Gewohnheit).
6. Die Zähne vor dem Schlafengehen zu putzen, ist (eine Gewohnheit) (eine Show)
(eine Zeremonie) (ein Ritual) (eine Pflicht).
7. Sängerinnen, die täglich Partituren singen (praktizieren ein Ritual) (schmieden ein
Komplott) (studieren) (machen dies aus Gewohnheit) (zelebrieren dies).
8. Wenn ein Tennisspieler mehrmals den Ball aufprallen lässt, praktiziert er (ein Ritu-
al) (einen Brauch) (einen Aberglauben) (eine Gewohnheit).
Reflexiver Kosmopolitanismus
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Title
- Reflexiver Kosmopolitanismus
- Subtitle
- Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
- Editor
- Ediciones La Rectoral
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-SA 4.0
- Size
- 21.0 x 29.7 cm
- Pages
- 190
- Categories
- Lehrbücher PEACE Projekt