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Reflexiver Kosmopolitanismus - Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
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178 REfLExIvER KoSMoPoLITANISMUS menschlicher Fähigkeiten, um Ideen und Wissen an so viele Menschen und Bereiche wie möglich zu verbreiten. Die Kommunikation über das Internet ist eine weitere Möglichkeit, die einen Aus- tausch von Ideen und Informationen mit vielen Menschen auf der ganzen Welt erlaubt. Einigen Soziologen zufolge bietet das Internet viele Möglichkeiten des kulturellen Aus- tauschs. Jeder User hat die Möglichkeit, Menschen aus allen Teilen der Welt zu treffen sowie Ideen und Wissen auszutauschen. Aus dieser Perspektive wird der Cyberspace als ein Datenraum betrachtet, in dem ein unendlicher Informationsaustausch stattfindet – ein konstanter Austausch von Ideen, hervorgebracht durch verschiedene User, die Daten und Informationen in dieser virtuellen Welt zur Verfügung stellen und sammeln. Durch die Kom- munikation und die spezifischen Handlungen von Individuen entsteht kollektive Intelligenz, ein emergentes Phänomen, das mehr umfasst, als die Summe seiner Teile. In dieser Welt ist das Bewusstsein über unsere Existenz nicht durch das Cartesianische “Cogito”, son- dern durch das kollektive “Cogitamus” gegeben. Übung: Kollektive intelligenz Jede Schülerin und jeder Schüler soll etwas auf ein Blatt Papier schreiben, was er/sie gut kann. Die Blätter werden gefaltet und in eine Box gegeben. Nach dem Mischen bekommen alle ein Blatt. Nun sucht sich jede Schülerin und jeder Schüler eine Mit- schülerin oder einen Mitschüler, die/der eine ähnliche Fähigkeit aufgeschrieben hat, wie er/sie selbst. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, in denen sie über spezifische Kompetenzen und Fähigkeiten diskutieren und ihre Erfahrungen austauschen. Schließlich soll je- des Team den anderen darüber berichten, in welchem Kontext und unter welchen Umständen die einzelnen Kompetenzen angewendet wurden. Dann fragen Sie jede Gruppe, ob sie Ähnlichkeiten in Bezug auf die Kompetenzen mit den anderen Grup- pen entdecken. Wenn ja, könnten größere Gruppen gebildet werden. Könnte es pas- sieren, dass am Ende nur mehr eine große Arbeitsgruppe überbleibt? Leitgedanke 2: Soziale Netzwerke Jugendliche verwenden Soziale Netzwerke sehr häufig und manche verbringen damit den Großteil ihrer Freizeit: Sie schließen Freundschaften, argumentieren, teilen Fotos, Videos etc. miteinander, beenden Freundschaften, sind eifersüchtig und verbreiten Klatsch. Oft verwenden sie das Internet wie ein Tagebuch, in dem die individuelle und geheime Dimen- sion, die das traditionelle Tagebuch garantierte, nun jedem öffentlich zugänglich ist. Dies könnte als kollektiver Exhibitionismus bezeichnet werden. Wenn wir einerseits annehmen können, dass Soziale Netzwerke eine verbreitete Mög- lichkeit darstellen, Menschen zu treffen, zu denen wir Beziehungen jenseits des lokalen Umfelds unserer Freundinnen und Freunde aufbauen (es ist viel einfacher Freundschaften zu schließen und mit Menschen in Verbindung zu bleiben, die weit entfernt wohnen als über den traditionellen Postweg), dann könnte es andererseits auch wahr sein, dass für Jugendliche im Internet dieselben Beziehungsdynamiken entstehen, die sie auch im wirk- lichen Leben erfahren. Dadurch kann aber auch eine Barriere in der Art eines Ghettos ent- stehen, in dem nur diejenigen mit denselben Ideen akzeptiert werden. Nichtsdestoweniger sind die Möglichkeiten, neue Freundschaften im Internet zu schließen, unendlich. Es wäre interessant, gemeinsam mit Ihren Schülerinnen und Schülern über ihre Wahrnehmungen
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Reflexiver Kosmopolitanismus Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
Title
Reflexiver Kosmopolitanismus
Subtitle
Entwicklung einer Forschungsgemeinschaft durch den philosophischen Dialog
Editor
Ediciones La Rectoral
Language
German
License
CC BY-NC-SA 4.0
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
190
Categories
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