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Rudolf von Eitelberger und die bürgerliche F
rauenbewegung 399
Ludwig Littrow, Universitätsprofessor an der Universität Wien (Abb. 7). Ihr Kunstver-
ständnis wurde sicherlich durch den Kontakt mit Eitelberger vertieft, sie weicht aber
in manchem von dessen rein ökonomisch ausgerichteten Überlegungen ab. Im Unter-
schied etwa zu dem später zu erwähnenden Salon Wertheimstein wurde hier nicht nur
geistvoll diskutiert. Vielmehr spielte hier auch die soziale Frage bereits eine Rolle, ins-
besondere führte die Situation der unversorgten bürgerlichen Frau 1866 letztlich zur
Gründung eines Vereines für volkswirtschaftlichen Fortschritt, den späteren Wiener
Frauenerwerbsverein, im Folgenden als WFEV bezeichnet. Dessen Präsidentschafts-
vorsitz sollte schließlich die zweite, 1864 geehelichte Gattin Eitelbergers, Jeanette geb.
Lott (1838–1909) ab 1873 für ganze 25 Jahre übernehmen. An entsprechender Stelle
wird darauf zurückzukommen sein.
Familie Lott
Die Generation der Großeltern von Jeanette Lott war beruflich bereits insofern eng mit
der Sparte der Textilindustrie verbunden, als ihr Großvater Franz Karl Lott als Baum-
wollwarenfabrikant und der Bruder seiner Frau Marie Bujatti als Seidenfabrikant in
Wien tätig waren. Jeanettes Vater Franz Lott lehrte demgegenüber schon als Professor
für Philosophie in Göttingen und Wien, galt als Anhänger des Herbartianismus und
Abb. 7 : Josef Danhauser, Auguste und Karl Ludwig
Littrow, 1841, Öl auf Leinwand, Wien Museum.
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Netzwerker der Kunstwelt
- Title
- Rudolf Eitelberger von Edelberg
- Subtitle
- Netzwerker der Kunstwelt
- Authors
- Julia Rüdiger
- Eva Kernbauer
- Kathrin Pokorny-Nagel
- Raphael Rosenberg
- Patrick Werkner
- Tanja Jenni
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2019
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20925-6
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 562
- Category
- Biographien