Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographien
Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Page - 415 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 415 - in Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt

Image of the Page - 415 -

Image of the Page - 415 - in Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt

Text of the Page - 415 -

Rudolf von Eitelberger und das Berliner Netzwerk des Deutschen Kunstblattes 415 Keineswegs lässt sich daraus schließen, dass Eitelberger der einzige österreichische Autor war5 und deshalb auf Namensnennung verzichten konnte. Es gab durchaus wei- tere Autoren und manche Notizen zu Österreich-Ungarn übernahm Eggers aus ande- ren Zeitungen. Eitelberger wollte offenbar seinen kritischen Beiträgen durch gezielte Verschleierung seiner Identität eine objektivere und durch das ausländische Medium einflussreiche Wirkung verschaffen und seine im Aufbau befindliche Karriere nicht ge- fährden. Das Material  – die Identifizierung von Eitelbergers Beiträgen Durch 31  Briefe Eitelbergers an Eggers und drei Briefe von Eggers an Eitelberger konnte ich ihm 81  Beiträge zweifelsfrei, 21 weitere aufgrund von Inhalt und Diktion zuschreiben, während zwei Artikel auf Bitten Eitelbergers wegen der Brisanz der The- men von Eggers paraphrasiert wurden. Einer stammte von Eitelberger selbst (über den Bauplatz der Votivkirche), der andere vermutlich vom Kustos der Ambraser Sammlung Joseph von Bergmann (1796–1872).6 Einen Artikel Eduard Mellys (1814–1854) leitete Eitelberger an Eggers weiter. 1850 und 1851 belieferte Eitelberger das Kunstblatt nur mit Korrespondenzen unter der Chiffre »*Wien«, die bis 1858 sozusagen seine offizielle Chiffre blieb. Aufgrund eines nicht von ihm stammenden Schmähartikels gegen Franz Thun, der, wie wir später sehen werden, eine Reihe von Reaktionen nach sich zog, geriet er 1852 unter den Ver- dacht der Autorschaft und griff ab da häufiger zur Anonymität oder anderen Chiffren (»**Wien«, »*†*«, »***«). Um »ungenierter schreiben zu können«, wie er Eggers Ende Dezember 1853 ankündigte, wolle er ab sofort die Initialen »N.  O.« benutzen und tat- sächlich tauchen sie sowohl bei Korrespondenzen als auch bei Artikeln auf, die sich 1854–1856 häuften. Erst 1857 finden sich zwei Beiträge, die mit »E.« unterzeichnet sind. 5 So E. Springer, Geschichte und Kulturleben der Wiener Ringstraße (Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche, Bd.  2), Wiesbaden 1979, S.  82. 6 Eitelberger schickte den mit »B.« unterzeichneten Brief am 12.07.1856 an Eggers weiter : »Bei- liegend erhalten Sie einen an mich gerichteten Brief, zur Benutzg als Material um gegen die Ver- legg der Ambraser Samg. nach Ambras in Tirol zu sprechen  – wenn es Ihnen conveniert. Es ist die Sache ein rechter Skandal, doch fassen Sie die Angelegenheit mit Samthänden an, da die höchsten Personen dabei intervenieren.« Eggers veröffentlichte die Notizen über Ambras (»Die Verlegung der Ambraser Sammlung«) anonym in Deutsches Kunstblatt (im Folgenden kurz »Kunstblatt«) Nr.  32, 07.08.1856, S.  277–279. Joseph von Bergmann war aktives Mitglied der Central-Commission.
back to the  book Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt"
Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Title
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Subtitle
Netzwerker der Kunstwelt
Authors
Julia RĂĽdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
562
Category
Biographien
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Rudolf Eitelberger von Edelberg