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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
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Page - 416 - in Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt

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416 Elisabeth Ziemer Einer davon  – der Nekrolog auf Johann Peter Krafft vom Januar 1857  – wird durch das Namensregister des Kunstblattes Eitelberger zugeordnet. Nur diesen Beitrag hat er in seine Gesammelten kunsthistorischen Schriften7 übernommen. Friedrich Eggers und die Mitarbeiter des Deutschen Kunstblattes Eggers, zwei Jahre jünger als Eitelberger, hatte wie dieser Philosophie und Philologie, dazu Ästhetik studiert  – zunächst in seiner Geburtsstadt Rostock, dann in Leipzig und München, ab dem Wintersemester 1845 in Berlin (Abb.  2). 1848 promovierte er in Rostock mit dem Thema Die Kunst als Erziehungsmittel der Jugend.8 Von Berlin aus be- lieferte er verschiedene Feuilletons und wurde Anfang 1847 in den literarisch ambi- tionierten Tunnel über der Spree aufgenommen, einen Verein, den 1827 der Satiriker Moritz Gottlieb Saphir (1795–1858) in Berlin gegründet hatte, nachdem er wegen sei- ner ätzenden Theaterkritiken aus Wien ausgewiesen worden war. Hier lernte er Franz Kugler (1808–1858) und andere Kunsthistoriker, Schriftsteller, Maler und Literatur- interessierte kennen (Abb.  3). Kugler gab den Anstoß für die Gründung des Deutschen Kunstblattes, denn das be- rühmte, in Stuttgart erscheinende Kunstblatt von Cotta, das Kugler seit 1842 zusammen mit Ernst Förster (1800–1885) aus München redigiert hatte,9 wurde in den politisierten Zeiten von 1848 unrentabel und musste mit Juni 1849 eingestellt werden. Da Kugler überdies seit Oktober 1843 für den preußischen Kultusminister Friedrich von Eich- horn (1779–1856) als »Hülfsarbeiter« tätig war, daneben an der Akademie der bildenden Künste Vorlesungen hielt und im Dezember 1848 die ersehnte Anstellung als Gehei- mer Regierungs- und Vortragender Rat erhielt, kam ihm Eggers Wunsch, eine Kunst- zeitschrift herauszugeben, sehr entgegen. Kugler gewann dafür den Leipziger Verlag und das Cotta’sche Mitarbeiternetzwerk wechselte quasi nahtlos zur neuen Zeitschrift über. Es bestand neben Förster und Kugler aus den Berlinern Gustav Friedrich Waagen (1794–1868), Carl Schnaase (1798–1856), Ferdinand von Quast (1807–1877), Ernst 7 R. Eitelberger von Edelberg, Peter Krafft. Nekrolog, in : Deutsches Kunstblatt. Zeitschrift für bildende Kunst, 8, 1857, Nr.  1, S.  4–7, wieder abgedruckt in : ders., Kunst und Künstler Wiens der neueren Zeit (Gesammelte kunsthistorische Schriften von Rudolf Eitelberger von Edelberg, I), Wien 1879, S.  61–72. 8 Die Schrift ließ sich nicht auffinden. 9 Eitelberger hatte hier 1844 in den Nr.  25–27, 26.  März, 28.  März und 2.  April, einen Aufsatz »Ueber den Einfluß der Technik auf den Kunstwerth der Medaille« unter seinem Namen publi- ziert (wieder abgedruckt in : Eitelberger, Gesammelte kunsthistorische Schriften, I (zit. Anm.  7), S.  221–227. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Title
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Subtitle
Netzwerker der Kunstwelt
Authors
Julia RĂĽdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
562
Category
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg