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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
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428 Elisabeth Ziemer sammengestellt hatte. Die Entwicklung der Denkmalpflege in Österreich und Preu- ßen folgte in diesen Jahren in vielem dem französischen Vorbild. Über das Kunstblatt tauschte man sich darüber aus und versuchte auch, die eigenen Entscheidungsträger mit dem Erfolg der anderen Nation zu motivieren, mehr zu tun, was in Preußen aber kaum gelang.45 Die k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale und die österreichische Kunstwissenschaft Melly war auch hier der Wegbereiter, der am 11.  April 1850 beim Innenminister von Bach einen detaillierten Organisationsentwurf zum Denkmalschutz als staatlich orga- nisierte und finanzierte Aufgabe einreichte. Während des Wiener Besuchs des preußi- schen Konservators von Quast im September, den Eitelberger im Kunstblatt erwähnte,46 kam es sicher zu weiterem Erfahrungsaustausch. Bis dahin hatten Kugler, von Quast und das ihm befreundete Mitglied der preußischen Oberbaudirektion, Friedrich August Stüler (1800–1865), vergeblich Mittel für Restaurierungen und Publikationen beantragt, eine Kommission zur Erhaltung der Denkmäler vorgeschlagen sowie die Einrichtung eines Archivs und die Anstellung spezieller Architekten für Restaurierungen.47 Die Ab- lehnung erfolgte vor allem aus finanziellen Gründen. Eitelberger konnte nun im September 1850 erstmalig berichten, dass man vorhabe, eine Staatsanstalt zur Erhaltung und Erforschung der Denkmäler einzurichten. Er kriti- sierte zwar, dass mehrere Ministerien zuständig sein sollten (wie dies schon Kugler an der französischen Denkmalpflege bemängelt hatte),48 das Projekt werde aber von allen Freunden der Kunst begrüßt : wissen wäre, ob der ausführliche Bericht, den Kultusminister von Eichhorn am 5. Januar 1842 auf- grund der Informationen des damaligen Sekretärs der Commission des monuments historiques Grille de Beuzelin (1808–1845) an den König sandte, ebenfalls den Weg nach Wien fand. Er befindet sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (im Folgenden kurz »GStA PK«), I.  HA Rep.  89, Geh. Zivilkabinett, jüngere Periode, Nr.  20768, Bl.  9–12. 45 Vgl. A. Meinecke, Geschichte der preußischen Denkmalpflege 1815–1860, mit einer Einleitung von Wolfgang Neugebauer (= Acta Borussica, N.  F., 2.  Reihe : Preußen als Kulturstaat, Abteilung  II : Der preußische Kulturstaat in der politischen und sozialen Wirklichkeit, Bd.  4), Berlin 2013. 46 Korrespondenz, in : Kunstblatt, 1, Nr.  37, 16.09.1850, S. 293 f., hier S.  294. 47 Antrag der Oberbaudirektion vom 28.11.1845. In Frankreich waren diese Maßnahmen sukzessive ab 1830, seit Einsetzung des ersten Inspecteur générale des monuments, Ludovic Vitet (1802–1873), eingeführt worden, ab 1852 wurden dort auch speziell ausgebildete Architekten in die Provinzen geschickt. 48 Kugler, Anstalten (zit. Anm.  39), S.  85–87. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Title
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Subtitle
Netzwerker der Kunstwelt
Authors
Julia RĂĽdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
562
Category
Biographien
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Library
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Rudolf Eitelberger von Edelberg