Page - 174 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Volume 1
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steinen wahrnimmt; ihren Körper umgibt ein Man-
tel mit H e r m e l i n ausgeschlagen, und zu ihren
Füßen befinden sich ein Hund, und eine Eidexe, da?
Bild ehel icher Treue und der h äu slich e n
Gese l l igke i t .
eck.
(Im Großherzogthum Hessen.)
Die Sehnsucht führt mich wieder
Ins heimatliche Thal,
Wo einsam blüht der Flieder
Im öden Rittersaal.
Zwey grüne Thürme ragen
Aus Tannengrün hervor.
Und Geister stimmen Klagen,
Daß sich ihr Ruhm verlor,
Um des Gemäuers Spalten
Webt Epheu sich und Moos,
Geheime Kräfte walten
Still in der Wildniß Schooß.
Und immer neues Leben
Deckt der Zerstörung Spur,
Und immer regsam weben
Die Hände der Natur.
Doch ewig ist vergangen
Der Kindheit gold'nes Glück, .
Was ich so warm umfangen.
Kehrt nur als Traum zurück.
Das Herz, es kann nicht finden,
Wornach es ängstlich sucht;
Der Mensch will fest sich binden,
Und lebt doch auf der Flucht.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Volume 1
- Title
- Ruinen
- Subtitle
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Volume
- 1
- Author
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Publisher
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Location
- Wien
- Date
- 1834
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 8.82 x 14.39 cm
- Pages
- 202
- Keywords
- Sagen, Legenden, Märchen
- Categories
- Geschichte Vor 1918