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einen natürlichen Damm, w/lcher die Fluch gegen
das Mühlwerk treibt, und gewahrt das sonderbar-
ste Ansehen.
Von der Burg selbst steht nichts mehr aufrecht
als ein hoher, viereckiger Thurm, der bis auf die
jüngsten Zeiten als Gefangmß gebraucht wurde. Die
weitläufigen Ringmauern jedoch und der aufge-
häufte Schutt zeugen von des Schlosses ehemahliger
Größe und Festigkeit, Es bewachte vor Alters den
schmalen, wichtigen Engpaß an der französischen
Granze, woher auch der Nähme stammen mag, ver-
wandelte sich dann in ein Naubschloß, hielt mehre-
re Belagerungen aus, wurde zerstört, und unge-
achtet enves Verboths von Pabst Innocenz I I . im
Jahre n4o wieder erbaut, endlich aber 1^76, im
burgundischen Kriege, sammt dem Stadtchen, ein-
geäschert. Seitdem blieb es der Zerstörung preis-
gegeben.
Von diesem Schlosse handelt eine geschichtliche
Erzählung, welche Frau von Montolieu *) nach ei- .
ner alten Handschrift, die sie angeblich von einem
greisen, bep der Ruine selbst wohnenden Weibe er-
halten haben sott, aus dem Gedächtnisse mitgetheilt
hat, und von einer gespenstigen Erscheinung han-
Im IN. TlMe ihres Werkes
dem Taschenbuche »die Alpenrosen« l'82,) befindet sich
eine Verdeutschung der Hieher gehörigen Erzählung.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Volume 2
- Title
- Ruinen
- Subtitle
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Volume
- 2
- Author
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Publisher
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Location
- Wien
- Date
- 1834
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 17.85 x 28.96 cm
- Pages
- 206
- Keywords
- Märchen, Legenden, Sagen
- Categories
- Geschichte Vor 1918